King Khan (Gemälde: Joe Coleman)

King Khan (Gemälde: Joe Coleman)

King Khan: »Rat-Tribution Now«

Das Commissioned Work »Rat-Tribution Now« von King Khan basiert auf einem Märchen, das ihm sein nordindischer Vater einst erzählte. King Khan alias Arish Ahmad Khan widmete eine davon inspirierte Kurzgeschichte »dem einzigen Rattenesser, den ich je geliebt habe« und spielte damit auf den US-amerikanischen Maler Joe Coleman und dessen berüchtigte Spoken-Word-Performance im Film »Mondo New York« aus dem Jahr 1988 an, bei der lebendige Ratten zum Einsatz kamen. Gemeinsam haben Coleman und Khan das Stück an Halloween 2019 in New York City aufgeführt, als King Khan von Coleman kanonisiert und in einem seiner Gemälde verewigt wurde. Teil dieses beeindruckenden Porträts werden in »Rat-Tribution Now« animiert. King Khan hat seine Tochter Saba Lou, selbst eine etablierte bildende Künstlerin und Songwriterin, rekrutiert, um beim Erzählen der Geschichte zu helfen. Für den musikalischen Teil lässt King Khan seine indische Abstammung in Form eines »Rat-Eaters Raga« Revue passieren, während die US-amerikanischen Punkrock-Legende Dead Moon und der »Infamous Rat Eater« Joe Coleman selbst Teile beitragen. Gleichermaßen ambitioniert in seiner Größenordnung und genauso mitreißend, wie jedes lysergisches Filmexperiment sein sollte, befasst sich »Rat-Tribution Now« mit den schändlichen Ursprüngen der Göttin Kali, der Aufdeckung der von Armut geplagten Community der Musahar (»Rat Eaters«) in Nordindien und übernatürlichem feministischem Empowerment. Es ist den tausenden vermissten und ermordeten indigenen Frauen und Mädchen von Kanada gewidmet.

Ein Commissioned Work des Festivals Pop-Kultur, gefördert durch Factor Canada und die Regierung Kanadas.


King Khan (Gemälde: Joe Coleman)

King Khan (Gemälde: Joe Coleman)