Lisa Morgenstern


Lisa Morgenstern spielt am Mittwoch im Maschinenhaus experimentelle Klaviermusik.

Photo: Miguel Murrieta

Es mangelt derzeit nicht an zarten Pianoklängen, nur die Visionen dahinter sind rar gesät. Lisa Morgenstern hingegen ist als Pianistin so flexibel, dass sie manchmal gleich auf zwei Flügeln zur selben Zeit spielt und dabei dennoch konsequent einer musikalischen Idee folgt. Die kann mal in Richtung post-minimalistische Imposanz gehen, sich mal in einfühlsamem Songwriting auflösen oder in Experimentelles abdriften. Was eben passiert, wenn das Elternhaus sich nicht zwischen Tschaikowski und Deep Purple entscheiden möchte und irgendwann noch das Interesse für Modularsynthesizer geweckt wird. Für ihr Album »Chameleon« hat sich die Wahlberlinerin mit dem argentinischen Komponisten Sebastian Plano zusammengetan und nutzt ihre Erfahrungen als Sängerin in einem bulgarischen Frauenchor, um dieser einzigartigen Mischung noch eine weitere Zutat hinzuzufügen. Viele Ideen und noch mehr Talent also, dahinter eine feste Vision.

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