Pop-Kultur Festival
24.–30.8.26
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Yael Dagon & Àbáse (Co-Creation-Residenz Tel Aviv / Berlin)

Live, Co-Creation-Residenzen, Samstag, 29.8.2026, 18:40–19:20, Kulturbrauerei (Frannz Garten)
Freier Eintritt!
Links: Yael Dagon mit einer Gitarre vor einer hellen Landschaft. Sie blickt direkt in die Kamera und hält den Gitarrenhals in den Vordergrund. Rechts: Schwarz-weiß-Porträt von Àbáse. Er trägt eine gehäkelte Mütze und eine hochgeschlossene Jacke und hält die Kapuze mit beiden Händen fest.
Yael Dagon, Àbáse (Foto: Sztaniszlav Banderzsevszkij)

Zwei Musiker*innen, eine gemeinsame künstlerische Arbeit: Im Rahmen der »Co-Creation-Residenz Tel Aviv / Berlin« arbeiten ein*e Berliner Musiker*in und ein*e Musiker*in aus Tel Aviv gemeinsam an einer Produktion. In diesem Fall entsteht die Zusammenarbeit während des Aufenthalts des*der Künstlers*in aus Tel Aviv in Berlin. Die Ergebnisse dieser Begegnung werden erstmals live beim Pop-Kultur Festival präsentiert, dem Festival des Musicboard Berlin. Die Co-Creation-Residenz ist eine Kooperation zwischen dem Musicboard Berlin und Jonathan Lipitz, Betreiber des Kuli Alma Clubs in Tel Aviv, und ermöglicht transkulturellen Austausch über rund 4.000 km und zwei Kontinente hinweg.

Yael Dagon verbindet die jahrhundertealte Klangtradition der Mandoline mit elektronischer Musik, mediterranen Elementen und atmosphärischen Klanglandschaften. Die Musikerin und Performerin bewegt sich mühelos zwischen Folk, Ambient und elektronischer Komposition und entwickelt daraus einen Sound, der gleichermaßen archaisch wie futuristisch wirkt.

Geprägt von musikalischen Traditionen des Mittelmeerraums, des Balkans und des Nahen Ostens, verarbeitet sie diese Einflüsse zu einem eigenständigen Vokabular. In ihren Live-Performances verschmelzen Mandoline, Bouzouki, Saz und elektronische Texturen zu hypnotischen Klangreisen zwischen Ritual, Konzert und Clubmusik.

Alben wie »Illegal Body« oder »Ma Vie« zeigen ihre Fähigkeit, traditionelle Instrumente aus vertrauten Kontexten zu lösen und in neue klangliche Zusammenhänge zu überführen. Ihre Auftritte laden dazu ein, innezuhalten, zuzuhören und sich zugleich von den rhythmischen Strömungen der Musik mitreißen zu lassen.

Unter dem Projektnamen Àbáse bringt der ungarische Produzent, Keyboarder und Komponist Szabolcs Bognár seine musikalische Handschrift in diesen transkulturellen Austausch ein. Àbáse kombiniert Jazz, afrobrasilianische Musik, Hip-Hop und elektronische Klänge zu einem Sound, der gleichermaßen von Improvisation wie von präziser Produktion lebt. Sein 2024 erschienenes Album »Awakening« entstand im Anschluss an seinen Umzug nach Berlin und beschäftigt sich mit den verbindenden Kräften von Musik über kulturelle und geografische Grenzen hinweg. Rhythmische Dichte trifft dabei auf verspielte Bläser, synkopierte Grooves und elektronische Texturen, die seiner Musik eine grenzenlose Offenheit verleihen.

Bereits das Debütalbum »Laroyê«, das während eines fünfmonatigen Aufenthalts in Brasilien entstand, fand internationale Beachtung. Seitdem arbeitet Bognár als Musiker und Keyboarder mit Künstler*innen aus Jazz, Afrobeat, Hip-Hop und experimenteller Musik zusammen. Seine Erfahrungen als Kurator und Veranstalter fließen ebenso in seine Arbeit ein wie seine internationale Zusammenarbeit mit Musiker*innen aus Europa, Afrika, Nord- und Südamerika.

Im Zentrum seiner Musik steht die Begegnung unterschiedlicher musikalischer Traditionen. Àbáse entwickelt daraus eine zeitgenössische Klangsprache, die komplexe Beats, improvisatorische Neugier und elektronische Produktion miteinander verbindet.

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