Wie soll das denn bitte geh’n? Da steht immer was im Weg
Aida Baghernejad, Marie von der Heydt, Matthias Lilienthal, Fatima Çalışkan (Mod.)
Die vergangenen Jahre haben das Verhältnis zwischen Berliner Kultur und Politik auf eine harte Probe gestellt. Kürzungen, die viele Kulturschaffende unvorbereitet trafen, mangelnde Transparenz, politische Konflikte und eine Serie von Personalwechseln haben Vertrauen verspielt und die Frage aufgeworfen, wie verlässlich Kulturpolitik überhaupt noch sein kann. Während vielerorts um den Erhalt von Strukturen gekämpft wurde, geriet die gemeinsame Gestaltung der Zukunft zunehmend in den Hintergrund.
Dieses Panel richtet den Blick nach vorn – und erlaubt sich dabei einen kleinen Schuss Fantasie. Denn unter der Betonhalle des silent green wurde eine uralte Kulturfee entdeckt. Sie sammelt Wünsche und prüft zumindest ihre Erfüllbarkeit. Was zunächst märchenhaft klingt, eröffnet einen ernsthaften Raum für die Frage, wie eine Kulturpolitik aussehen könnte, die langfristig denkt, transparent handelt und den Dialog mit der freien Szene und den Kulturinstitutionen wieder stärkt.
Gemeinsam wird darüber diskutiert, welche Rahmenbedingungen Kulturschaffende heute brauchen, wie sich kulturpolitische Entscheidungen nachvollziehbarer gestalten lassen und welche Verantwortung Politik und Kulturbetrieb gleichermaßen für ein belastbares Miteinander tragen. Wie lässt sich verhindern, dass Kultur immer wieder zwischen ideologischen Fronten und Sparzwängen aufgerieben wird? Welche Strukturen fördern Zusammenarbeit statt Polarisierung? Und welche kulturpolitischen Wünsche sollten auf dem Schreibtisch der nächsten Berliner Regierung landen?
Moderiert wird das Gespräch von Fatima Çalışkan.
