Pop-Kultur Festival
24.–30.8.26
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Who Pays for Live Music? Rethinking the Future of Berlin’s Cultural Infrastructure

Talks, Dienstag, 25.8.2026, 20:20–21:20, silent green (Atelier 2), Deutsch

Aziz Sarr, Katharin Ahrend, Anna Blaich (Mod.)

Who Pays for Live Music Platzhalter AnnaBlaich c DanielLukac AzizSarr©AntonTal
Anna Blaich (Foto: Daniel Lukac), Aziz Sarr (Foto: Anton Tal)

Berlins Ruf als Musikmetropole gründet sich nicht allein auf ihre Künstler*innen, sondern auf die Orte, an denen Musik entstehen, ausprobiert und erlebt werden kann. Clubs, Konzertbühnen und unabhängige Spielstätten bilden seit Jahrzehnten das Rückgrat dieser kulturellen Infrastruktur – und stehen zugleich unter wachsendem ökonomischem Druck. Steigende Mieten, höhere Betriebskosten und ein verändertes Ausgehverhalten stellen die Frage, wie Livekultur künftig finanziert werden kann, mit neuer Dringlichkeit.

Moderatorin Anna Blaich, Katharin Ahrend und Aziz Sarr diskutieren über Verantwortung und neue Finanzierungsmodelle: von Livemusik-Fonds und Tourismusabgaben bis hin zu Ticket-Umlagen und langfristigen kulturpolitischen Investitionen. Im Mittelpunkt steht dabei weniger die Suche nach einer einzelnen Lösung als die grundsätzliche Frage, welchen gesellschaftlichen Wert Livemusik besitzt – und wer bereit ist, diesen dauerhaft mitzutragen.

Katharin Ahrend ist Kulturmanagerin und Teil der Geschäftsführung der Clubcommission Berlin. Seit vielen Jahren entwickelt sie Projekte, die Clubkultur, Stadtentwicklung, Diversität und Kulturpolitik zusammen denken. Mit Initiativen wie der Awareness Akademie, »Tag der Clubkultur« oder »United We Stream« arbeitet sie daran, Clubs nicht nur als Orte des Nachtlebens, sondern als gesellschaftlich relevante Kulturinstitutionen zu stärken.

Aziz Sarr (aka DJ Wallizz) gehört zu den prägenden Akteur*innen der Berliner Afro-House- und Afrobeats-Szene. Als DJ, Veranstalter und Mitbetreiber des Club MAAYA verbindet er internationale Perspektiven mit einer tiefen Verankerung in der Berliner Clublandschaft. Seine Arbeit zeigt, dass Clubs heute weit mehr sind als Orte des Feierns – sie sind kulturelle Treffpunkte, Community-Räume und Motoren urbaner Musikkultur.

Die Moderatorin dieses Talks, Anna Blaich, bewegt sich seit vielen Jahren an der Schnittstelle von Musikwirtschaft, Kulturpolitik und Stadtentwicklung. Als zweite Vorsitzende der Bundesstiftung LiveKultur beschäftigt sie sich mit den strukturellen Bedingungen kultureller Infrastruktur. In ihrer wissenschaftlichen Arbeit untersucht sie Popmusik als Feld zwischen Kultur, Wirtschaft und Politik – dort, wo kulturpolitische Entscheidungen zunehmend über die Zukunft musikalischer Räume mitentscheiden.

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