Sassy 009
Vom Pop-Kultur Festival ist diese Stilrichtung kaum noch wegzudenken: Hyperpop – ein Genre, das sich wie ein Traum verhält, ständig in Bewegung, nie ganz zu greifen. Genau dort bewegt sich Sassy 009. Ihre Musik wirkt, als würde sie durch einen Schleier gehört: vertraute Popmomente tauchen auf, lösen sich wieder auf, verschwimmen in schimmernden Klangflächen. Alles scheint leicht entrückt – Stimmen verlieren ihre Schärfe und finden sich neu zusammen.
Wie der Titel ihres Albums »Dreamer+« andeutet, geht es weniger um klare Konturen als um Stimmungen, um dieses schwer zu fassende Gefühl zwischen Wachsein und Wegdriften. Sassy 009 erschafft Klangräume, in denen Überzeichnung nicht laut, sondern sanft wirkt. Ihre Ästhetik speist sich aus Fragmenten digitaler Kultur, aus vergänglichen Bildern und Erinnerungen.
Der Name, einst schlicht ein SoundCloud-Username, wirkt dabei fast programmatisch: etwas Zufälliges, das geblieben ist. Gerade in diesem Schwebezustand liegt ihre Stärke: Die Stücke drängen sich nicht auf, sie ziehen einen langsam hinein. Und live, wenn Sassy 009 im Trio auftritt, wird dieses Gefühl noch intensiver – wie ein gemeinsames Eintauchen in einen flüchtigen Traum.


