Pop-Kultur Festival
24.–30.8.26
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Rethinking the North American Music Market

Talks, Berlin Outbound, Dienstag, 25.8.2026, 18:00–18:40, silent green (Atelier 3), Englisch

Michaël Bardier, Paco Barba, Marit Posch (Mod.)

Dreiteilige Porträtcollage. Von links nach rechts: Paco Barba steht vor einem Plattenregal in einem hellen Raum. Michaël Bardier steht vor einem Gebäudeeingang und blickt in die Kamera. Marit Posch ist als Nahporträt vor einem leuchtend gelben Hintergrund zu sehen.
Paco Barba, Michaël Bardier, Marit Posch

Nordamerika wird im europäischen Musikgeschäft noch immer häufig mit den USA gleichgesetzt. Dabei sind Kanada und insbesondere Mexiko längst mehr als bloße Alternativen zum US-Markt. Beide entwickeln sich zunehmend zu eigenständigen Einstiegspunkten für Nordamerika – und werden von Labels, Booker*innen und Branchenakteur*innen immer stärker als Seismografen für Entwicklungen in den USA wahrgenommen. Wer hier ein Publikum erreicht, schafft oft auch die Voraussetzungen für den nächsten Schritt.

So verfügt Mexiko über eine der dynamischsten Indie-Szenen weltweit, mit einer wachsenden Infrastruktur aus Clubs, Festivals und unabhängigen Akteur*innen. Kanada wiederum zeigt seit Jahren, wie nachhaltige Kulturförderung internationale Karrieren ermöglichen kann und Städte wie Montréal zu wichtigen Knotenpunkten des globalen Musiknetzwerks werden.

Michaël Bardier und Paco Barba werfen einen Blick auf diese Entwicklungen und fragen, welche realistischen Wege sich für europäische Künstler*innen eröffnen. Moderiert von Marit Posch geht es um neue Märkte, lokale Besonderheiten und die Frage, wie der nordamerikanische Kontinent jenseits vertrauter Erzählungen neu wahrgenommen werden kann.

Michaël Bardier ist Booker, Manager, Kurator und Kulturarbeiter aus Montréal. Mit seiner Agentur Heavy Trip vertritt er Künstler*innen zwischen experimenteller Musik, Ambient, Jazz, Elektronik und zeitgenössischer Komposition und entwickelt internationale Tourneen ebenso wie ortsspezifische Kulturprojekte. Als künstlerischer Leiter des OK LÀ Festivals arbeitet er an den Schnittstellen zwischen Musik, Institutionen und Publikum und gehört zu den zentralen Vernetzer*innen der unabhängigen Musikszene Kanadas.

Paco Barba ist Kurator, Grafikdesigner und Kulturmanager aus Mexiko-Stadt. Nach Stationen bei Thrill Jockey Records in Chicago und dem Centro Cultural São Paulo prägt er heute als Deputy CEO von Grupo Indie Rocks! die unabhängige Musiklandschaft Mexikos. Er verantwortet die künstlerische Ausrichtung von Spielstätten, Konzertreihen und Festivals wie Hipnosis oder dem Pitchfork Music Festival CDMX und setzt sich seit vielen Jahren für internationale Kooperationen und den Austausch zwischen den Musikszenen Nord- und Lateinamerikas ein.

Marit Posch gehört zu den profiliertesten Akteur*innen der unabhängigen Musikbranche in Deutschland. Als General Manager Germany beim internationalen Vertriebsunternehmen IDOL verbindet sie digitale Vertriebsstrategien mit internationaler Labelarbeit. Zuvor gründete sie gemeinsam mit Modeselektor Monkeytown Records und verantwortete dort über viele Jahre Labelmanagement, Marketing, Publishing und Artist Relations. Darüber hinaus engagiert sie sich als Mitgründerin von Hyper Culture und Parenthood in Music sowie im Vorstand des VUT für die strukturelle Weiterentwicklung der unabhängigen Musikwirtschaft.

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