Pop-Kultur Festival
24.–30.8.26
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múm performs »Sonnenuhr«

Live, Sonntag, 30.8.2026, 20:40–21:40, Pierre Boulez Saal
Zwei Mitglieder der Band múm stehen im Vordergrund unter einer Überdachung. Links steht Örvar Smárason in einem schwarzen T-Shirt. Rechts steht Gunnar Tynes in einem weißen Polohemd und dunkler Hose, die Hände hinter dem Rücken. Im Hintergrund sind ein Drahtzaun und dahinter eine Straße mit Verkehr sowie Gebäude sichtbar.
múm (Foto: Mita Muraryo)

Melancholisch, zerbrechlich und zugleich verspielt, trägt die Musik von múm seit jeher die besondere Stimmung ihrer Heimat Island in sich. Es ist ein Soundentwurf, der sich zwischen experimenteller Elektronik, flüchtigen Melodien und atmosphärischen Räumen aufspannt.

Beim Pop-Kultur Festival präsentieren sie nun mit »Sonnenuhr« im Pierre Boulez Saal eine neue, performative Arbeit, die ein Streichquartett mit elektronischen und akustischen Instrumenten zusammenführt. Ergänzt wird das Setup durch ein sensorbasiertes Perkussionsinterface, bei dem akustische Gesten in Echtzeit elektronische Klänge formen. Konzipiert und aufgeführt von den Gründungsmitgliedern Gunnar Tynes und Örvar Smárason, verbindet »Sonnenuhr« neue Kompositionen mit eigens für dieses Projekt neu arrangierten Versionen ausgewählter, eher introspektiver Stücke von múm.

Damit knüpfen múm an ihr aktuelles Album »History of Silence« an, das über den Zeitraum von zwei Jahren in Studios in Süditalien, Reykjavík, Berlin, New York und Prag entstanden ist, und für das sie bereits mit orchestralen Elementen gearbeitet haben (damals von der Sinfonia Nord in Akureyri aufgenommen und von Ingi Garðar Erlendsson arrangiert). »History of Silence« ist nicht zuletzt deswegen zugleich intim und weit, fragmentarisch und kohärent, eine Reflexion über Distanz, Nähe und das Verweilen im Zwischenraum.

Wir dürfen von diesem besonderen Pop-Kultur-Abend also nicht weniger als ein zeit- und raumdehnendes Konzerterlebnis erwarten, bei dem múm ihre ganz spezielle poetische Tiefe erfahrbar machen.

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