Masaka Masaka & gugol maps (Co-Creation-Residenz Kampala / Berlin)
Im Rahmen der »Co-Creation-Residenz Kampala / Berlin« arbeiten ein*e Berliner Musiker*in und ein*e Musiker*in aus Kampala gemeinsam an einer Produktion. Diese entsteht während des Aufenthalts des*der internationalen Künstlers*in in Berlin. Die Ergebnisse werden erstmals live beim Pop-Kultur Festival präsentiert, dem Festival des Musicboard Berlin. Die Co-Creation-Residenz ist eine Kooperation zwischen dem Musicboard Berlin, dem ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik sowie Nyege Nyege. Sie ermöglicht künstlerischen Austausch und transkulturelles Miteinander über zwei Kontinente hinweg.
Zwischen fragmentierten Beats und dichten Klangschichtungen entwickelt Masaka Masaka eine Musik, die sich kontinuierlich verschiebt und neu zusammensetzt.
Die Arbeit des ugandischen Produzenten, DJs und Künstlers ist geprägt von stark verdichteten, teilweise verzerrten Sounddesigns, in denen perkussive Elemente, Jazz-Einflüsse und verfremdete Vocal-Samples ineinandergreifen. In seinen neueren Produktionen treten zudem Techno-Bezüge und Einflüsse aus dem Bereich Deconstructed Club stärker hervor.
Im Zentrum stehen pulsierende, wuchtige Beats, die immer wieder neu gebrochen, verschoben oder unerwartet akzentuiert werden. Die Rhythmen wirken dabei teils unregelmäßig, sind gleichzeitig jedoch klar als treibende Kraft erkennbar. Industriell anmutende Klangtexturen treffen auf Momente, die überraschend warm, beinahe träumerisch wirken. Gerade diese Spannung zwischen Härte und Fragilität prägt die musikalische Wirkung.
Zwischen den komplexen rhythmischen Konstruktionen entstehen immer wieder Augenblicke, in denen sich eine fast unmittelbare Schönheit zeigt, bevor die Musik erneut in abstraktere oder herausfordernde Strukturen kippt. Der Beat bleibt dabei stets das zentrale Element, bricht jedoch konsequent mit vertrauten Erwartungsmustern.
Masaka Masaka ist regelmäßig auf internationalen Festivals sowie in Clubs in Europa und Subsahara-Afrika präsent, darunter Festivals wie Norient, KREMA (Bern), Hyperreality (Wien), Nyege Nyege (Jinja) oder La Mazette (Paris) sowie Veranstaltungen in Kampala und Nairobi.
Zwischen Clubmusik, Ambient und basslastigen Grooves entwickelt die kolumbianische Produzentin, DJ und Performerin gugol maps eine Klangsprache, die persönliche und kollektive Erinnerungen miteinander verbindet.
Ausgehend von lateinamerikanischen Rhythmustraditionen erforscht ihre Arbeit unterschiedliche Bereiche elektronischer Musik – von atmosphärischen Klanglandschaften und Dub-Einflüssen bis hin zu gebrochenen Beats und druckvollen Bassstrukturen. Synkopierte Rhythmen treffen auf weite Synthesizerflächen, verhallte Stimmen und vielschichtige Texturen, die ihren Produktionen zugleich Bewegung und Offenheit verleihen.
Im Zentrum ihrer künstlerischen Praxis steht die Frage, wie diasporische Identitäten und Erfahrungen von Konflikt die politischen und thematischen Dimensionen elektronischer Musik prägen können. Klang wird dabei zu einem Medium der Erinnerung, das individuelle Geschichten mit kollektiven Erfahrungen verbindet.
Ihre Musik bewegt sich oft im Spannungsfeld von Intimität und Tanzfläche. Grooves entfalten eine körperliche Präsenz, während atmosphärische Schichten und schwebende Vocals Räume schaffen, die zugleich weit und persönlich wirken. Aus dieser Verbindung entsteht ein Sound, der Clubkontext und kontemplatives Hören vereint und Kultur als einen Ort gemeinsamer Verarbeitung und Heilung versteht.


