Pop-Kultur Festival
24.–30.8.26
En

Lael Neale

Live, Freitag, 28.8.2026, 19:00–19:40, Kulturbrauerei (Frannz Club)
Lael Neale steht vor hellem Hintergrund und blickt in die Kamera. Sie trägt eine schwarze Jacke mit weißen Verzierungen und eine schwarze Hose. Ihre Hände liegen an der Taille, ihr langes Haar fällt über eine Schulter.
Lael Neale (Foto: Guy Blakeslee)

Während andere Singer-Songwriterinnen die Stille suchen und ihre Gefühle in kompakte Formen gießen, scheint Lael Neale die Rastlosigkeit anzutreiben. Häufig sind es tanzbare Lo-Fi-Grooves, die den Kern ihrer Arrangements bilden; über ihnen entfaltet sie emotionale, bewusst schlicht gehaltene Weisheiten.

Überhaupt ist Schlichtheit bei Lael Neale Programm. Meist kombiniert die US-Amerikanerin aus Virginia ihre Stimme mit nur wenigen Elementen – einer rohen Gitarre, sanften Pianoakkorden und minimalistischen Drumcomputer-Beats. Gerade diese Reduktion erzeugt einen soghaften, beinahe hypnotischen Klang. Seit 2020 steht sie beim legendären Label Sub Pop unter Vertrag und entwickelt sich mit jeder Veröffentlichung weiter. Zuletzt erschien mit »Altogether Stranger« ihr viertes Album in zehn Jahren.

Einflüsse von Cat Power, Spacemen 3 und John Lennon helfen ihr dabei, Ordnung ins kreative Chaos zu bringen – und die im Titel anklingenden Gefühle der Entfremdung in etwas Greifbares zu verwandeln. Doch auch wenn Erinnerungen an andere Acts mitschwingen, letztlich ist der tranceartige Drone-Folk von Lael Neale etwas komplett Eigenes.

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