Pop-Kultur Festival
24.–30.8.26
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Kersty Grether und Sandra Grether: »Rebel Queens – Rebellion ist die höchste Form der Andacht«

Commissioned Works, Freitag, 28.8.2026, 19:40–20:40; Samstag, 29.8.2026, 19:40–20:40, Kulturbrauerei (Museum Atelier)
Freier Eintritt!
Sandra und Kersty Grether sind in einem Spiegel zu sehen. Links hält Sandra Grether eine Kamera vor sich. Der Blitz der Kamera leuchtet in der Bildmitte. Rechts steht Kersty Grether in einem hellen Oberteil. Der Raum ist rot beleuchtet.
Sandra Grether & Kersty Grether (Foto: Sandra Grether)

Mit der Show »Rebel Queens« erschaffen die Schwestern Kersty Grether und Sandra Grether ein begehbares Tagebuch zwischen Lesung, Konzert und Kunstinstallation. Ausgangspunkte sind ihr gefeierter Bestseller »Rebel Queens. Frauen in der Rockmusik« sowie das neue Buch »Patti Smith. 100 Seiten«. Sie verschmelzen Lieder aus dem Buch zu einer heiligen Mashup-Messe. Gemeinsam mit Songs aus »Mondscheinpsychose, Bordsteinrose«, dem aktuellen Album ihrer Band The Doctorella, ergeben sie eine rebellische Visual Performance aus Farbenrausch, Noise Pop und Wortkraft – keine sterile Lesung, sondern eine ästhetische Antwort auf Negativität. Mit dabei ist außerdem Bandkollege Gordon Ashdown an Bass und Drums. während Sandra E-Gitarre und Kersty Klavier spielt.

Im Zentrum steht die Idee der Synästhesie als kreativer Antrieb: Farben werden hörbar, Worte erscheinen als Objekte im Raum, Musik verwandelt sich in Bilder. Die asketische Energie des Rock’n’Roll trifft auf die Idee von Buntheit als Schutzschild gegen graue Stereotype.

Die Pionierinnen des Pop-Feminismus in Deutschland erzählen von Pop-Ikonen wie Madonna, Rosalía oder auch Pussy Riot als unbesiegbare Kräfte und gehen von ihren Flucht-nach-vorn-Strategien aus: also jenen Fähigkeiten, die es ihnen ermöglichten, gegen Widerstände und Zuschreibungen anzukämpfen. Gerade die mit streng katholischen Werten konfrontierten Musikerinnen haben Religion nicht einfach verlassen, sondern gegen rigide Sexualmoral getanzt. Um mit diesen Königinnen des Pop zu leuchten, wählen die Grether-Schwestern die Form einer Andacht, die an einen Göttinnendienst erinnert und innere Welten äußerlich erfahrbar macht. Ein poetisches Gesamterlebnis voller Humor, Intimität und Empowerment – und dabei randvoll mit Themen, die Popkultur und Feminismus zu Manifest und Bewegung werden ließen.

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