Pop-Kultur Festival
24.–30.8.26
En

Jassin

Live, Freitag, 28.8.2026, 23:00–00:00, Kulturbrauerei (Kesselhaus)
Jassin steht vor einer verglasten Bushaltestelle mit rotem Rahmen. Er trägt eine graue Trainingsjacke mit hohem Kragen und blickt zur Seite. Im Hintergrund sind Bäume und Gebäude zu sehen.
Jassin (Foto: Jana Kricher)

Die Musik von Jassin Awadallah gibt viel über das Leben in seiner Heimat Sachsen-Anhalt preis. Es geht ums Aushalten der politisch-sozialen Verhältnisse, ums Bleiben trotz all dieser Widrigkeiten, aber auch ums Fliehen. Der 21-Jährige erschafft mit seinen bilderreichen Texten mehr Realität in einem Song, als in manchen ausladenden Büchern über »die Region« zu lesen ist. Die Lutherstadt Wittenberg ist dabei nicht nur Kulisse, sondern auch Protagonistin seines Ende 2025 erschienenen Debütalbums. Dessen Titel »Arsenalplatz« verweist bereits auf einen zentralen Hangout in der Stadt – der Platz ist auch im Video zum gleichnamigen Stück zu sehen: eine offene Architektur, aber auch karg und ratlos.

Jassin erzeugt die fehlende Bedeutung selbst, den nebeligen Cloud Rap durchtrennt er mit klaren Worten – auch wenn diese oft nur von der eigenen Verwirrung und Zerrissenheit sprechen. Im Refrain zu »Arsenalplatz« heißt es: »Ich sag meinem Therapeuten / geht nicht darum, sich selbst zu finden / sondern sich zu verlieren.« Jassin hat bereits Features mit Disarstar und Trettmann gemacht, spielte eigene, ausverkaufte Tourneen sowie Support-Slots für RIN, Paula Hartmann, Trettmann und viele andere. Zartheit ist eine Waffe.

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