Pop-Kultur Festival
24.–30.8.26
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Horse Vision

Live, Samstag, 29.8.2026, 20:00–20:40, Kulturbrauerei (Frannz Club)
Das Duo Horse Vision ist in zwei Porträtaufnahmen nebeneinander angeordnet. Links ist Johan Nilsson, rechts Gabriel von Essen. Beide sind frontal vor hellem Hintergrund fotografiert und blicken direkt in die Kamera.
Horse Vision

Die schlichte Sentimentalität einer herausragenden Folkrock-Ballade ist in der Musik von Horse Vision ebenso präsent wie die digitalen, Auto-Tune-getränkten Melodien des Cloud-Raps. Das schwedische Duo um Johan Nilsson und Gabriel von Essen bewegt sich souverän zwischen tiefgehender Soundmalerei, Emo-Strukturen und klassischen Rock-Charakteristika mit geschrammelten Akustikgitarren und eingängigen Herzschmerz-Refrains.

Und doch erschaffen Horse Vision eine eigenständige Form von Indie-Rock, die Gitarren mit Samples verbindet, Auto-Tune mit handgemachtem Songwriting, Melancholie mit spielerischer Experimentierlust. Mancher Indie-Fan dürfte sich dabei an Acts wie Alex G erinnert fühlen. Auf ihrem Album »Another Life« wird dieser Ansatz besonders deutlich: Alles wirkt zugleich vertraut und leicht verschoben, beinahe aus der Balance.

Man könnte das postmoderne Americana oder futuristischen Indie nennen – oder schlicht: modern. Denn so frisch und unverbraucht klingt diese Art von Folk-Songwriting nur selten. Wie oft stößt man schon auf Musik, die gleichermaßen Hyperpop-Hörer*innen als auch Fans von Elliott Smith anspricht?

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