Pop-Kultur Festival
24.–30.8.26
En

Having Sex to AI R&B

Talks, Dienstag, 25.8.2026, 18:20–19:20, silent green (Atelier 1), Deutsch

Isabelle Rogat

PK26 Talks Placeholder

Künstliche Intelligenz verändert die Musikproduktion, Streaming-Plattformen und soziale Netzwerke – und zunehmend auch die Art, wie Menschen Intimität erleben. Zwischen viralen KI-Songs, Chatbots und algorithmisch erzeugten Fantasien entstehen neue kulturelle Räume, in denen Musik, Technologie und Begehren auf ungewohnte Weise ineinandergreifen. Isabelle Rogat nimmt diese Entwicklung zum Ausgangspunkt einer ebenso unterhaltsamen wie analytischen Lecture. Anhand aktueller Beispiele aus Popkultur, Social Media und digitaler Alltagskultur fragt sie, was passiert, wenn künstlich erzeugte Musik und KI-gestützte Kommunikation immer selbstverständlicher Teil unserer intimsten Lebensbereiche werden.

Die Lecture gliedert sich in vier Kapitel:

1. KI und Musik – ein neuer Pop-Mainstream
Zum Einstieg zeigt Isabelle Rogat, welche Rolle Künstliche Intelligenz inzwischen in der Musikbranche spielt. KI-generierte Songs erreichen auf Plattformen wie TikTok millionenfaches Publikum und prägen zunehmend Trends, Memes und Hörgewohnheiten. Die Lecture ordnet diese Entwicklung ein und erklärt, weshalb KI-Musik längst kein Nischenphänomen mehr ist.

2. KI-Songs zwischen Schlafzimmer und Meme
Warum klingen so viele erfolgreiche KI-Songs nach sanftem R&B oder Pop? Und weshalb tauchen gleichzeitig immer mehr ironisch-sexuelle KI-Hits mit absurden Titeln und Texten auf? Anhand viraler Beispiele wie »Drinking a beer and flicking my bean«, »I ain’t gay« und »30 Zentimeter Schwengel« untersucht die Lecture die überraschende Schnittstelle zwischen algorithmisch erzeugter Musik, Sexualität, Humor und Internetkultur.

3. Sexting mit Chatbots
Nicht nur Musik wird heute von KI produziert. Auch große Sprachmodelle werden zunehmend für Flirts, Sexting oder die Erstellung erotischer Texte genutzt. Die Lecture gibt einen Einblick in diese Entwicklung und fragt, warum immer mehr Menschen digitale Systeme für intime Kommunikation einsetzen.

4. Wenn Körper auf Code trifft
Zum Abschluss öffnet sich die Lecture für eine gemeinsame Diskussion mit dem Publikum. Was bedeutet es, wenn eines der grundlegendsten menschlichen Bedürfnisse auf eine Technologie trifft, die vollständig auf Daten, Algorithmen und Berechnung basiert? Die Veranstaltung lädt dazu ein, gemeinsam über die Zukunft von Intimität, Musik und KI nachzudenken.

Isabelle Rogat beschäftigt sich mit den kulturellen und gesellschaftlichen Auswirkungen digitaler Technologien. Sie untersucht, wie sich digitale Werkzeuge auf Kommunikation, Kreativität und soziale Beziehungen auswirken. Mit analytischem Blick und einer Vorliebe für die skurrilen Seiten der Gegenwart macht sie komplexe Entwicklungen verständlich und eröffnet neue Perspektiven auf die digitale Popkultur.

In Kooperation mit re:publica

Re publica logo

Das könnte dir auch gefallen:

Programm