Pop-Kultur Festival
24.–30.8.26
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Gender Pay Gap in der Kulturbranche – Same Stage, less Pay?

Talks, Montag, 24.8.2026, 20:20–21:20, Silent Green (Atelier 2), Deutsch

Anne Haffmans, Lisa Mangold, Mine, Christoph Reimann & Juliane Reil (Mod.)

Die Collage zeigt fünf Porträts. Oben von links nach rechts: Mine sitzt vor einem roten Hintergrund mit schwarzem Muster und trägt eine helle Fellmütze und Sonnenbrille. Lisa Mangold sitzt vor einem grauen Hintergrund und trägt eine dunkle Jacke über einem gestreiften Oberteil. Anne Haffmans sitzt vor einer Treppe und trägt ein gelbes Oberteil sowie eine runde Brille. Unten von links nach rechts: Christoph Reimann steht vor einer dunklen Holzfassade und trägt einen grünen Pullover unter einer dunklen Jacke. Juliane Reil steht vor einem grauen Hintergrund mit den Händen in den Jackentaschen.
Mine, Lisa Mangold, Anne Haffmanns, Juliane Reil, Christoph Reimann

»Same stage, less pay?« Die Bühne mag dieselbe sein, die Gagen sind es oft nicht. Während sich die Kulturbranche gern als progressiv, offen und divers versteht, erzählen die Zahlen eine andere Geschichte: Frauen verdienen in der freien Kulturszene weiterhin deutlich weniger als Männer. Unter freiberuflichen Künstler*innen liegt der Gender Pay Gap aktuell bei rund 25 Prozent – in der Musikbranche sogar noch höher. Hier verdienen Frauen im Schnitt 27 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Woran liegt das?

Hinter diesen Zahlen stehen nicht nur individuelle Ungleichheiten, sondern tief verankerte Strukturen: informelle Netzwerke, tradierte Rollenbilder, mangelnde Transparenz und eine Industrie, die Sichtbarkeit oft mit Wert verwechselt. Was muss sich ändern, damit Künstlerinnen fair bezahlt werden?

Das Gespräch bringt Akteur*innen zusammen, die die Mechanismen dieser Ungleichheit aus sehr unterschiedlichen Perspektiven kennen – aus Gewerkschaftsarbeit, Labelpolitik, Musikpraxis und Medienöffentlichkeit. Gemeinsam fragen sie, warum faire Bezahlung in der Kulturbranche noch immer Ausnahme statt Selbstverständlichkeit ist, wie ökonomische Macht verteilt wird und welche Formen von Solidarität, Organisation und strukturellem Wandel tatsächlich etwas verändern könnten. Es geht um Geld, Sichtbarkeit, Arbeit – und um die Frage, wer in der Popkultur eigentlich unter welchen Bedingungen arbeiten kann.

Es diskutieren Lisa Mangold, Gewerkschaftssekretärin bei ver.di, die gemeinsam mit Kolleg*innen Modelle für transparente und gerechte Honorierung selbstständiger Kulturschaffender entwickelt hat. Sie ist zudem Mitinitiatorin der Initiative »Verlage gegen Rechts« und Teil des Kollektivs MF 3000.

Außerdem dabei: Mine, deren Musik Pop, Hip-Hop und orchestrale Arrangements in ein cineastisches Klangbild überführt und die sich seit Jahren mit Fragen von Sichtbarkeit, Autorschaft und Produktionsbedingungen in der Musikindustrie auseinandersetzt.

Mit auf dem Panel sitzt zudem Anne Haffmans, Senior A&R-Managerin bei Domino Records, einem der international renommiertesten Independent-Labels. In ihrer Arbeit begleitet sie Künstler*innen langfristig und war unter anderem an den Karrieren von Depeche Mode, Moby, Franz Ferdinand und Wet Leg beteiligt.

Moderiert wird das Gespräch von Juliane Reil und Christoph Reimann. Reil – von Chilly Gonzales einst »Miss Real« genannt – wurde musikalisch von BBC One und Goetz Steegers »Popkocher« geprägt. Sie moderierte viele Jahre bei ByteFM, unter anderem »Keep It Real«, das ByteFM Magazin und ByteFM Klassik. Reimann arbeitet seit Jahren als Journalist, Host und Producer unter anderem für Deutschlandfunk Kultur und ByteFM.

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