Claim the Spot. Skateboarding, öffentlicher Raum und Empowerment
Anna Groß, Katharina Geling, Velten Schäfer
Skateboarding ist mehr als Sport: Es ist Subkultur, DIY-Praxis und Gemeinschaft. Was einst als männlich geprägte Gegenkultur begann, wird heute zunehmend von FLINTA*- und queeren Communities mitgestaltet, die eigene Räume schaffen und Skateboarding als Praxis von Empowerment, Teilhabe und solidarischem Miteinander verstehen.
Vor diesem Hintergrund fragt der Talk danach, wie sich Skateboarding verändert hat und welche Rolle Community und Selbstorganisation dabei spielen. Welche Perspektiven bringen FLINTA*- und queere Skater*innen in eine lange männlich dominierte Szene ein? Wie entstehen Räume, in denen unterschiedliche Erfahrungen und Identitäten sichtbar werden, und welche Bedeutung haben Vernetzung und gegenseitige Unterstützung für eine vielfältigere Skatekultur?
Dabei steht auch die Frage im Mittelpunkt, welche Rolle der öffentliche Raum für gesellschaftliche Teilhabe spielt. Wie kann Skateboarding dazu beitragen, bestehende Strukturen zu hinterfragen und Selbstermächtigung praktisch erfahrbar zu machen? Gemeinsam diskutiert das Panel darüber, wie sich Skateboarding zwischen Sport, Kultur und Aktivismus bewegt – und welches Potenzial in dieser Verbindung für eine offenere Gesellschaft liegt.
Anna Groß ist Co-Leiterin des Berliner Musiklabels Springstoff und Mitorganisatorin des internationalen FLINTA*-Skateboard-Contests »Suck My Trucks«. Sie engagiert sich seit Jahren intensiv für Diversität und Empowerment in der Musik- und Jugendkultur.
Katharina Geling ist Fotografin und Kulturwissenschaftlerin. In ihrer künstlerischen und wissenschaftlichen Arbeit konzentriert sie sich auf Subkulturen, die Do-it-yourself-Kultur und deren fotografische sowie kulturanalytische Erforschung.
Velten Schäfer ist Journalist und Autor. Er schreibt über Politik, Kultur sowie Gesellschaft und veröffentlichte mit »Dogtown« und »X-Games« eine vielbeachtete Kulturgeschichte des Skateboardens.


