Behind the Voice: Producer Talk & Listening Session mit EVÎN
EVÎN, Pamela Owusu-Brenyah
EVÎN gehört zu jener Generation von Künstler*innen, die die Grenzen von Songwriting, Produktion und Performance längst aufgehoben haben. Ihr Sound bewegt sich zwischen R&B, Soul, Electronica und den Einflüssen ihrer kurdischen Herkunft – intim, atmosphärisch und zugleich international gedacht. Ihre musikalische Handschrift ist ebenso in ihren eigenen Veröffentlichungen wie auf internationalen Produktionen zu hören. Zuletzt war sie unter anderem als Vocalistin und Produzentin an Songs von Drake (»What Did I Miss?« und »Janice STFU«) beteiligt.
Ausgehend von einer gemeinsamen Listening Session gibt EVÎN im Gespräch mit der Moderatorin Pamela Owusu-Brenyah Einblicke in ihren Produktionsprozess und spricht über Songwriting, Vocal-Sampling, Arrangement und die Suche nach einem Sound, der sich stilistischen Schubladen bewusst entzieht. Im Mittelpunkt stehen ihr musikalischer Werdegang, ihre Inspirationen und ihre Arbeitsweise als Produzentin und Songwriterin. Wie entsteht eine eigene klangliche Identität? Wie entwickelt sich eine künstlerische Handschrift? Und wie gelingt der Weg von der Berliner Musikszene in internationale Studios? Wieso bleiben Produzentinnen bis heute häufig unsichtbar? Welche strukturellen Hürden müssen FLINTA-Artists noch immer überwinden? Warum wirkt Repräsentation erst dann nachhaltig, wenn sie mit künstlerischer Eigenständigkeit und struktureller Teilhabe einhergeht?
EVÎN (kurdisch für »Liebe«) bewegt sich selbstverständlich zwischen den Rollen von Produzentin, Songwriterin und Musikerin. Ihre Arbeiten verbinden Soul, Electronica, Jazz und kurdische Einflüsse zu einem atmosphärisch dichten Klangbild. Neben ihrem eigenen Projekt entstanden Produktionen und Songwriting-Credits unter anderem für Drake, Bryson Tiller, Ludmilla, Kidwild, Souly, Symba und Zackavelli. 2023 wurde sie mit dem Female* Producer Prize ausgezeichnet.
Pamela Owusu-Brenyah arbeitet als Kuratorin – unter anderem für das Pop-Kultur Festival –, Kulturstrategin und Netzwerkerin an den Schnittstellen von Pop, Diversität und Kulturpolitik. Mit Afro x Pop, Music Women* Germany und dem Female* Producer Prize hat sie Plattformen geschaffen, die Sichtbarkeit nicht als Symbolpolitik verstehen, sondern als Voraussetzung für nachhaltige strukturelle Veränderungen innerhalb der Musikbranche.

