Ausstellung: »SKATER & ROLLBRETTFAHRER vor und nach dem Mauerfall«
Skateboarding ist nicht nur eine Freizeitbeschäftigung oder ein Sport. Es steht für ein Lebensgefühl. Seit den 1970er-Jahren entdeckten sowohl in der Bundesrepublik als auch in der DDR Jugendliche das Skateboarding.
Die Ausstellung »SKATER & ROLLBRETTFAHRER vor und nach dem Mauerfall« zeigt Bilder des Stern-Fotografen Harald Schmitt sowie der Szenefotografen Thomas Kalak und Helge Tscharn. Gleichzeitig wird sie durch zahlreiche Fotografien und Objekte aus Ost und West erweitert.
Helge Tscharn fotografiert die Szene europaweit und seit 1982 für das Monster Skateboard Magazin. Thomas Kalak ist Mitbegründer des Magazins und war in den frühen 1980er-Jahren Profi-Skater. Ihre Bilder zeigen, wie Skater Städte erobern und sie auf eine neue Weise nutzen: Denkmäler, leerstehende Gebäude und historische Monumente werden so zur Bühne für ihre Tricks. Harald Schmitt fotografierte für den Stern jugendliche Skater in Ost-Berlin.
Rollbretter aus Ost und West zeigen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Szenen: Die westdeutsche Firma Geist produzierte schon in den 1960ern Skateboards – lange bevor diese die Straßen der Bundesrepublik prägten. In der DDR stellte der VEB Schokoladenverarbeitungsmaschinen Wernigerode ab 1985 das erste Skateboard »Germina Speeder« her. Es erwies sich als unpraktisch und zu teuer für die DDR-Skater.
Begehrte Kleidung, selbstgebaute Skateboards oder Objekte zum internationalen Wettbewerb »Euroskate« hinter dem Eisernen Vorhang 1988 in Prag zeichnen ein vielfältiges Bild der Skateboarder*innen dies- und jenseits der Mauer.
Eine Wand voller Skateboards veranschaulicht lebendig die Kreativität der Szene. Fotos der Olympischen Spiele 2020 in Tokio und von Skateparks als sozialem Treffpunkt geben einen Ausblick auf die Szene in der Gegenwart.

