Teleskop: Blu Samu

Ich bin Blu Samu.
Ich komme aus Belgien.
Mein letztes Release heißt »MOKA«.
Ich mache Musik, weil ich daran wachse.
Wenn ich meine Philosophie in nur einer Songtextzeile zusammenfassen müsste, wäre das »I’m humble but I’m loud« aus meinem Song »Love Blu«.
Bei Pop-Kultur 2019 freue ich mich vor allem auf die Vielfalt des Festivals.
Wenn ich einem Stern einen Namen geben dürfte, hieße er Polar Blu.
Das Beste, was ich in letzter Zeit gemacht habe, war ein a-cappella-Auftritt vor 700 Leuten.
Die Zukunft gehört denjenigen, die lieben, zusammenkommen und miteinander teilen.

Mehr über Blu Samu und ihren Auftritt bei Pop-Kultur ist hier zu erfahren.


Teleskop: Rosemary Loves A Blackberry

Ich bin eine multidisziplinäre A/V-Künstlerin, Musikerin, Songwriterin, Produzentin, Sounddesignerin und Performerin.
Ich komme aus der Ghetto-Vorstadt von Moskau, in Ljuberzy in Russland.
Mein letztes Release heißt »snowfake«.
Ich mache Musik, weil es mein Job ist und die einzige Beschäftigung, die mein Leben mit Sinn erfüllt.
Wenn ich meine Musik mit nur einem Song beschreiben müsste, wäre das »Army of Me« von Björk.
Während meiner letzten Tour liefen bei mir überwiegend die Relax-Melodies- und TeasEar-Apps und »Meat Is Murder« von The Smiths.
Meine Mittel gegen Lampenfieber sind viel Schlaf, das Warm-Up und der Soundcheck.
Wenn ich einem Stern einen Namen geben dürfte, würde ich ihn Yasya, Tyapa und Kozyavka nennen – die Namen meiner geliebten Katzen!
In der Zukunft werden wir eine umweltfreundliche Haltung gegenüber Menschen, Tieren, Pflanzen und dem Leben in Gesamten an den Tag legen.

Mehr über Rosemary Loves A Blackberry und ihren Auftritt bei Pop-Kultur ist hier zu erfahren.


Teleskop: alyona alyona

Ich bin eine Lehrerin und Rapperin.
Ich komme aus der Ukraine. Für viele Jahre meines Lebens habe ich in einem Dorf gelebt, mittlerweile aber wohne ich in Kiew.
Mein letztes Release heißt »Я залишаю свій дім« (»Ich verlasse mein Zuhause«)
Ich mache Musik, weil ich gerne durch meine Musik ausdrücke.
Wenn ich meine Musik in einem Song beschreiben müsste, wäre das »The Show Must Go On« von Queen
Diese drei Platten laufen bei mir immer im Tourbus:
Col3trane – »Penelope«
Maverick Sabre – »Her Grace«
Ivan Dorn & Zventa Sventana – »Мужа дома нету«
Wenn ich einem Stern einen Namen geben dürften, würde ich ihn »zirka« nennen. Auf Ukrainisch heißt das »Stern«. Er würde also »zirka zirka« heißen – wie alyona alyona.
Das Beste, was ich in letzter Zeit gemacht habe, war gemeinsam mit einem Philanthropen Equipment für den Kindergarten zu kaufen. Ich habe die Kinder sehr glücklich gemacht!
Die Zukunft ist Entwicklung und Fortschritt.

Mehr über alyona alyona und ihren Auftritt bei Pop-Kultur ist hier zu erfahren.


»Teleskop«: Unsere neue Interview-Serie für Pop-Kultur 2019

Wer ist schon ein Star – und wer noch Sternchen? Das sind Fragen, die vielleicht die Popkultur im Allgemeinen umtreiben, bei Pop-Kultur aber wollen wir uns mit ihnen nicht herumschlagen. Stattdessen versuchen wir seit vier Jahren nun, bekannte Acts und kleine Namen in produktive Wechselwirkung zu bringen. Auf Augenhöhe, versteht sich.

Vor der fünften Ausgabe von Pop-Kultur zwischen dem 21. und 23. August 2019 werden wir deshalb mit unserer Interview-Serie »Teleskop« ganz nah ranzoomen und diejenigen Musiker*innen und Bands aus unserem Live-Programm in den Fokus nehmen, deren Licht bisher den Orbit unseres Publikums vielleicht noch nicht erreicht hat. Sei es, weil sie gerade erst am Anfang einer aufregenden Karriere stehen oder aber weil sie von weit herkommen, vielleicht gar in einer uns nicht geläufigen Sprache texten oder aber sich musikalisch jenseits der Konventionen bewegen.

Wir werden 18 solcher Acts genau ins Auge fassen und sie zu Wort kommen lassen – Woche für Woche, ab dem 11. April an bis eine Woche vor Festivalbeginn. Ein Blick durch unser »Teleskop« wird sich also in jedem Fall lohnen. Denn die spannendste Frage der Popkultur lautet doch wohl, was weit draußen noch so vor sich geht. Und zumindest auf diese Frage will Pop-Kultur 18 sternklare Antworten liefern!


Pop-Kultur 2019: 25 erste Live-Acts und Commissioned Works, »Pop-Kultur Nachwuchs«

Fotos: CocoRosie, Jenny Wilson, Mykki Blanco by Julia Burlingham, Die Heiterkeit, Jungstötter

Die Sterne stehen günstig, denn heute ist es soweit: Wir geben die ersten 25 Namen für Pop-Kultur 2019 bekannt! In den letzten zehn Tagen hatten wir über unseren Countdown 2019 schon folgende Musiker*innen angekündigt: CocoRosie, Shabazz Palaces, ÄTNA, Repetitor, Ilgen-Nur, Mykki Blanco, KlitClique, Station 17, Lisa Morgenstern & Bulgarian Voices Berlin und Die Goldenen Zitronen.

Sie alle werden dabei sein, wenn Pop-Kultur seine fünfte Ausgabe angeht und zwischen dem 21. und 23. August 2019 in der Kulturbrauerei im Prenzlauer Berg auf 15 verschiedenen Bühnen mit Konzerten, DJ-Sets, Gesprächsformaten, Filmen, Commissioned Works und mehr in unerforschte Gebiete aufbricht. »Pop-Kultur war und ist ein Festival, das wichtige Hirnnahrung bietet – nicht nur in mitreißenden musikalischen Werken, sondern auch mit spannenden Podien und Workshops«, so Festivalleiterin Katja Lucker.

À propos Commissioned Works: Weltpremieren von exklusiven Auftragsarbeiten kommen in diesem Jahr nicht allein von der Hamburger Musikerin Ilgen-Nur, der Wiener KlitClique und Lisa Morgenstern im Verbund mit dem Chor Bulgarian Voices Berlin, sondern auch von Rosaceae und ANDRRA. Neben diesen fünf werden wir in den kommenden Monaten noch weitere Uraufführungen enthüllen.

Solange freuen wir uns gleichfalls auf Konzerte von alyona alyona, Blu Samu, Deerhoof, Die Heiterkeit, Haszcara, Jenny Wilson, Juicy, Jungstötter, Lali Puna, Michelle Blades, Rosemary Loves A Blackberry, Shari Vari und UMA!

Im Rahmen von Pop-Kultur geht es bei aller Musik und Kunst um die Auseinandersetzung mit gesellschaftsrelevanten Inhalten und um interdisziplinäre Perspektiven vielfältiger Positionen. »Wir möchten beispielsweise das Thema der Identität gegen den Trend nicht populistisch sondern konstruktiv in den Fokus rücken. Auch Schwerpunkte wie Inklusion, Geschlechterfragen und gesellschaftliche Teilhabe bleiben bei Pop-Kultur weiter präsent«, betont Co-Kurator Christian Morin. Nicht nur auf den Bühnen, sondern genauso hinter den Kulissen, versteht sich.

Genauso nämlich verpflichten wir uns erneut der Förderung junger Musiker*innen und Kunstschaffenden. Im parallel zum Festival stattfindenden Programm »Pop-Kultur Nachwuchs« bringen wir in rund 45 Workshops 250 junge Talente aus der ganzen Welt mit Künstler*innen des Live-Programms sowie Macher*innen aus Wirtschaft, Politik und der Musikbranche zusammen. Die Bewerbungsphase startet am 25. April über die »Pop-Kultur Nachwuchs«-Website. »Der Nachwuchs liegt uns sehr am Herzen. Hier haben wir die einmalige Möglichkeit junge Talente mit erfahrenen Profis zu vernetzen. Mit Workshops, anderen Programmpunkten und vielen gebündelten Kräften werden sie auf ihrem Weg unterstützt und inspiriert. Schon mehrfach freuten wir uns darüber, Künstler*innen im nachfolgenden Jahr auf einer Bühne performen zu sehen«, sagt Co-Kurator Martin Hossbach.

Auch in diesem Jahr ist der niederschwellige Zugang eines unserer zentralen Anliegen, was genauso für das Kernprogramm gilt. Neben den regulären 3-Tage-Festivaltickets zum Preis von 60€ zzgl. Gebühren wird deshalb erneut ein Sozialticket angeboten. Gegen Vorlage des berlinpass an der Abendkasse erhalten »Pop-Kultur«-Gäste einen Rabatt von 50%.

Die zweite Hälfte des Live-Programms geben wir Anfang Mai bekannt, über unsere Talks, Panels und Filmvorführungen informieren wir schließlich im Juni.

Pop-Kultur 2019
21.-23. August 2019, Kulturbrauerei

Commissioned Works: ANDRRA / Ilgen-Nur / KlitClique / Lisa Morgenstern & Bulgarian Voices Berlin / Rosaceae – mehr Namen in Kürze

Konzerte: alyona alyona / ÄTNA / Blu Samu / CocoRosie / Deerhoof / Die Heiterkeit / Haszcara / Jenny Wilson / Juicy / Jungstötter / Lali Puna / Michelle Blades / Mykki Blanco / Rosemary Loves A Blackberry / Repetitor / Shari Vari / Shabazz Palaces / Station 17 / UMA – mehr Namen in Kürze


Pop-Kultur lokal: Die Juryentscheidung

Bevor wir am 3.4. erste Einblicke in unser Programm zwischen dem 21. und 23. August bei Pop-Kultur 2019 geben, möchten wir die vier dem Festival vorausgehenden Veranstaltungen von »Pop-Kultur lokal« vorstellen. »Pop-Kultur lokal« ist eine in Zusammenarbeit mit Dominique Schweizer und »Off-Kultur« entwickelte und von uns geförderte, jeweils an verschiedenen Orten stattfindende Reihe, die von vier lokalen Veranstalter*innen von April bis Juli zum bereits zweiten Mal ausgerichtet wird.

Ohne die ›lokal‹ arbeitenden Akteur*innen, die täglich Veranstaltungen auf die Beine stellen, wäre ein Festival wie das unsere nicht möglich und das kulturelle Leben in Berlin nur halb so spannend. Uns sind deswegen die Förderung der regionalen Szene, ein vielfältiges Live-Angebot sowie zusätzliche musikalische Noten und Performances zwischen den Künsten und Kulturen wichtig. Und weil wir die Veranstaltungen auch der breiten Öffentlichkeit zugängig machen wollen, ist der Eintritt bei allen Veranstaltungen frei.

Aus insgesamt 33 Bewerbungen hat unsere Jury – DENA (Musikerin), Michael Aniser (Off-Kultur), Dominique Schweizer (Amiont), Anton Teichmann (Off-Kultur), Ella Zwietnig (Musikerin, UMA) sowie Matthieu Jimenez (Pop-Kultur)- folgende »Pop-Kultur lokal«-Projekte ausgewählt:

April: »Grüntaler«

Mai: »Weeeirdos«

Juni: »Suck My Lips!«

Juli: »Afro x Pop«

Los geht es im April mit »Grüntaler« von Izumi Yamamoto. Die im November 2018 gestartete Veranstaltungsreihe bewegt sich durch verschiedene Veranstaltungsräume, um in Yamamotos Worten »mit einem Schwerpunkt auf Gender-Diversität und -Sichtbarkeit im männlich dominierten Bereich der zeitgenössischen Musik« experimentelle Ansätze, Sound Art und artverwandten künstlerischen Praktiken zusammenzubringen. »Grüntaler« setzt auf musikalische und künstlerische Perspektiven, welche die jeweiligen Räumlichkeiten miteinbeziehen. Die Veranstaltung wird somit in jedem Sinne des Wortes einmalig. Mehr Informationen dazu in Kürze.

Und übrigens: Bis zum 2.4. ist das 3-Tage-Festivalticket zum Sonderpreis von 40€ zzgl. Gebühren erhältlich! Bis dahin läuft auch unser Countdown 2019: Jeden Tag enthüllen wir einen Programmpunkt über Facebook, Instagram und unsere Website.