Stefanie Sargnagel (Foto: Apollonia Theresa Bitzan)
Stefanie Sargnagel (Foto: Apollonia Theresa Bitzan)
Donnerstag, 26.8.2021

Stefanie Sargnagel

Wer von Pop spricht, muss über die Jugend reden und wenn Stefanie Sargnagel über ihre Jugend schreibt, dann sollte das gelesen werden – wo, wenn nicht bei Pop-Kultur. »Dicht. Aufzeichnungen einer Tagediebin« heißt der Roman, in dem die Autorin ihre Jugenderinnerungen verarbeitet, und dicht sind nicht wenige der auftretenden Figuren. Literarisch dicht und scharfsinnig sind aber ebenso die Milieubeschreibungen im Wien der Nullerjahre, die sich unter der gewohnt spitzen Feder der Schriftstellerin und Karikaturistin entfalten. Was nun also nicht bedeutet, dass Sargnagel im Roman vergangenen Zeiten nachtrauert, sondern dass sie ganz unverblümt und in Nebensätzen die Essenz von einer der prägendsten Phasen unseres Lebens einfängt, die sich sonst so schwer auf einen Punkt bringen lässt: die Jugend. Bei Pop-Kultur liest sie vor und lebt sie nach, was für »arge Sachen« sie damals erlebt hat und wie sie das zur Person gemacht hat, die sie heute ist.

Stefanie Sargnagel (Foto: Apollonia Theresa Bitzan)
Stefanie Sargnagel (Foto: Apollonia Theresa Bitzan)