Ein Porträt von Lor vor einem farbigen Hintergrund in Blau- und Rottönen. Sie trägt ein ärmelloses, helles Oberteil und blickt direkt in die Kamera. Eine Hand liegt locker auf ihrem Kopf, das Licht betont Konturen und Kontraste. Laura Robles sitzt auf einer Cajón und spielt, aufgenommen in einem Schwarz-Weiß-Foto auf einer Bühne. Sie trägt ein dunkles Hemd und helle Hosen, der Blick ist leicht zur Seite gerichtet. Hinter ihr sind Scheinwerfer und Musikinstrumente erkennbar.
Lor (Foto: Afredi Amegah) Laura Robles (Foto: Dieter Duevel Meyer)
Samstag, 30.8.2025
18:00 – 18:40, Frannz Garten
Freier Eintritt!

Lor & Laura Robles (Co-Creation-Residency Accra – Berlin)

Zwei Musiker*innen, eine Kollaboration: Die Co-Creation-Residenz Accra – Berlin ermöglicht künstlerische Zusammenarbeit und transkulturelles Miteinander über knapp 8.000 km und zwei Kontinente hinweg. Eine Kooperation von Musicboard Berlin, Black Girls Glow und dem ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik.
Im Rahmen der Residenz erarbeiten eine Berliner Musiker*in und eine internationale Musiker*in gemeinsam eine neue Produktion. Sie entsteht sowohl während des Aufenthalts der Berliner Künstler*in in Accra als auch während des Aufenthalts der internationalen Musiker*in in Berlin. Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit werden erstmals live beim Pop-Kultur Festival präsentiert – einem Format des Musicboard Berlin.

Die kamerunische Rapperin, Singer-Songwriterin, Multiinstrumentalistin und bildende Künstlerin Lor – bürgerlich Laetitia Laure Nsoutou – rückt in ihren Produktionen feministische und aktivistische Themen wie mentale Gesundheit, geschlechterspezifische Gewalt und Frauenrechte in den Mittelpunkt. Musikalisch vereint sie Einflüsse von Richard Bona und Erykah Badu und mischt Hip-Hop, Afro-Soul und R&B mit kamerunischen Rhythmen wie Makossa, Bend-Skin und Bikutsi. Ihre Debüt-EP »DAWN« (2020) steht für radikale Ehrlichkeit, »THOUGHTS AT 3« (2024) thematisiert psychische Gesundheit in tagebuchartigen Texten. Als Dalai-Lama-Fellow 2023 und Stipendiatin des Black-Girls-Glow-Programms (2022/23) verbindet Lor künstlerisches Schaffen mit aktivem Engagement – für Empowerment, Sichtbarkeit und gesellschaftliche Veränderung.

Laura Robles ist eine dieser Musiker*innen, deren Biografie so fluide ist wie ihre Musik. In Swasiland geboren, in Lima aufgewachsen, lebt sie seit 2012 in Berlin.
Die Improvisatorin, Komponistin und Multiinstrumentalistin Robles gilt als eine der weltweit versiertesten Cajón-Spieler*innen und widmet sich seit Jahren der Dekonstruktion afro-peruanischer Rhythmen und deren Neusetzung – nicht museal oder folkloristisch verklärt, sondern in radikaler Öffnung hin zu Jazz, Noise, Elektronik und europäischer Avantgarde. Mit Projekten wie Camina, Tripas, Perfektomat und Antigroove geht es ihr nie um Reproduktion, sondern um Transformation. Aktuell erforscht sie den »deutschen Groove« im zeitgenössischen Jazz – mit demselben Erkenntnisdrang, mit dem sie musikalische Traditionen seit jeher herausfordert.

Ein Porträt von Lor vor einem farbigen Hintergrund in Blau- und Rottönen. Sie trägt ein ärmelloses, helles Oberteil und blickt direkt in die Kamera. Eine Hand liegt locker auf ihrem Kopf, das Licht betont Konturen und Kontraste. Laura Robles sitzt auf einer Cajón und spielt, aufgenommen in einem Schwarz-Weiß-Foto auf einer Bühne. Sie trägt ein dunkles Hemd und helle Hosen, der Blick ist leicht zur Seite gerichtet. Hinter ihr sind Scheinwerfer und Musikinstrumente erkennbar.
Lor (Foto: Afredi Amegah) Laura Robles (Foto: Dieter Duevel Meyer)