K.ZIA (Foto: Bodi Samba)
K.ZIA (Foto: Bodi Samba)
Freitag, 27.8.2021

K.ZIA

»I’m not the type who’ll pretend she’s happy / Not the type who will shut up in fights«, begrüßte K.ZIA die Welt im Jahr 2018 auf ihrer Debüt-EP »RED«. Eine Ansage, der in den folgenden Zeilen bereits eine Einschränkung folgte: »I’m the type, you’ll want to call baby / I’m the type you’ll want to hold at night«. Es ist also nichts so eindeutig und eindimensional, wie es zuerst scheint. Das lässt sich ebenso von der Musik der in Berlin lebenden Sängerin und Songwriterin sagen: R’n’B ist ein deutlicher Einfluss, Soul ein anderer. Dazwischen aber werden zugleich andere Elemente aus zeitgenössischer afrikanischer und afrodiasporischer Musik hörbar, die für die mal auch auf Französisch gesungenen Lyrics der in Brüssel geborenen Tochter eines Martinikaners und einer belgisch-kongolesischen Mutter ein stilistisch komplexes Fundament, auf dem nicht minder komplizierte Themen verhandelt werden. Nicht etwa auf einseitige und eindimensionale, sondern höchst facettenreiche Art und Weise, versteht sich.

K.ZIA (Foto: Bodi Samba)
K.ZIA (Foto: Bodi Samba)