Hengameh Yaghoobifarah (Foto: Tarek Mohamed Mawad)
Hengameh Yaghoobifarah (Foto: Tarek Mohamed Mawad)
Samstag, 28.8.2021

Hengameh Yaghoobifarah: »Ministerium der Träume« (De)

Enrico Ippolito (Moderation), Hengameh Yaghoobifarah

Als die Polizei an Nasrins Tür klopft, denkt die sich erst herzlich wenig dabei. Nein, bei der Familie aus dem Vierten handelt es sich nicht um einen Clan, wirft sie den verdutzten Beamten zu. Die allerdings sind wegen anderer Familienangelegenheiten da und die betreffen Nasrin. Als die vom Tod Nushins erfährt, glaubt sie der offiziellen Version nicht. Ein Autounfall sei es gewesen, besagt diese nämlich. Doch die Schwester vermutet einen Suizid. Das Leben der Türsteherin wird auf den Kopf gestellt: Sie muss sich von heute auf morgen um ihre Nichte kümmern und aus dem Gestern die eigentlichen Geschehnisse rekonstruieren. Das ist der Ausgangspunkt von Hengameh Yaghoobifarahs Debütroman »Ministerium der Träume«, einer sprachlich bisweilen surrealen und inhaltlich scharfsinnigen Abrechnung mit deutschen Verhältnissen. Nach einer Lesung aus dem Buch diskutiert Yaghoobifarah mit dem Journalist und Autor Enrico Ippolito über den Roman.

Hengameh Yaghoobifarah (Foto: Tarek Mohamed Mawad)
Hengameh Yaghoobifarah (Foto: Tarek Mohamed Mawad)