Collage aus drei Fotos nebeneinander. Es sind in dieser Reihenfolgen von links nach rechts: Jens Balzer, Julian Warner und Aida Baghernejad. Jens Balzer und Aida Baghernejad sind in Nahaufnahme zu sehen, Julian Warner in der Halbtotalen. Jens Balzer, ein weißer Mann mit grau schimmernden mittellangen Haaren, die locker über der Stirn und sein linkes Auge hängen und einem grauen struppigen Bart, der seine Mundpartie rahmt, schaut direkt in die Kamera. Julian Warner ist Person of Color mit schwarzen Haaren, schwarzem Oberlippen- und Kinnbart, grauem Hemd und weinroter Beaniemütze. Er schaut in die Kamera und kneift die Augen zusammen. Im Hintergrund ist blauer Himmel zu sehen. Aida Baghernejad blickt nach links ins Bild, sie lacht deutlich. Ihre Lippen sind mit einem intensiven rot geschminkt. Wie in einem Anflug von Entzückung, führt sie ihre recht Hand halb geöffnet zum Mund. Eine Strähne, ihrer langen, schwarzen Haare fällt locker nach hinten.
Jens Balzer, Julian Warner, Aida Baghernejad
Donnerstag, 25.8.2022
21:20 – 22:00, Kino in der Kulturbrauerei (Saal 5)
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»Ethik der Appropriation« (De)

Aida Baghernejad (Moderation), Jens Balzer, Julian Warner

Kulturelle Aneignung ist ein Reizthema der Gegenwart. Während viele kulturelle Aneignung als eine Form des Diebstahls an marginalisierten Gruppen kritisieren, weisen andere den Vorwurf zurück. Der Kulturjournalist Jens Balzer beschäftigt sich nun in seinem neuen Buch mit der »Ethik der Appropriation« und kommt darin zu dem Schluss, dass jede Kultur auf Aneignung beruhe. Während er sich auf Édouard Glissants und Paul Gilroys »Schwarzen Atlantik« sowie Judith Butlers Queer Theory bezieht, stellt er einer »schlechten«, weil naturalisierenden und festlegenden, eine »gute«, ihre eigene Gemachtheit bewusst einsetzende Aneignung entgegen. Die Frage sei dann gar nicht, ob Appropriation berechtigt ist, sondern wie man richtig appropriiert. Darüber diskutiert Balzer mit Moderatorin, Journalistin und Wissenschaftlerin Aida Baghernejad und mit Julian Warner, der bei Pop-Kultur auch unter seinem Alias Fehler Kuti auftritt, am Institut für Kulturanthropologie der Uni Göttingen arbeitete und zuletzt im Verbrecher Verlag den Sammelband »AFTER EUROPE – Beiträge zur dekolonialen Kritik« herausgab.

Collage aus drei Fotos nebeneinander. Es sind in dieser Reihenfolgen von links nach rechts: Jens Balzer, Julian Warner und Aida Baghernejad. Jens Balzer und Aida Baghernejad sind in Nahaufnahme zu sehen, Julian Warner in der Halbtotalen. Jens Balzer, ein weißer Mann mit grau schimmernden mittellangen Haaren, die locker über der Stirn und sein linkes Auge hängen und einem grauen struppigen Bart, der seine Mundpartie rahmt, schaut direkt in die Kamera. Julian Warner ist Person of Color mit schwarzen Haaren, schwarzem Oberlippen- und Kinnbart, grauem Hemd und weinroter Beaniemütze. Er schaut in die Kamera und kneift die Augen zusammen. Im Hintergrund ist blauer Himmel zu sehen. Aida Baghernejad blickt nach links ins Bild, sie lacht deutlich. Ihre Lippen sind mit einem intensiven rot geschminkt. Wie in einem Anflug von Entzückung, führt sie ihre recht Hand halb geöffnet zum Mund. Eine Strähne, ihrer langen, schwarzen Haare fällt locker nach hinten.
Jens Balzer, Julian Warner, Aida Baghernejad