Dino Brandão (Foto: Gaetan Nicolas)
Dino Brandão (Foto: Gaetan Nicolas)
Freitag, 27.8.2021

Dino Brandão

»Ich liebe dich«, das sind Worte, wie sie im Privaten eher selten geäußert und die im Pop aber fast inflationär gebraucht werden. Als Ende letzten Jahres allerdings ein Album mit genau diesem Titel erschien, handelte es sich allemal um eine Besonderheit: Dino Brandão, Faber und Sophie Hunger erklärten darauf einander die Liebe und deklinierten noch weiter aus, was das überhaupt heißt – Liebe. Für den Sänger und Gitarristen der Band Frank Power bedeutete das Album mindestens eine Art Vorpremiere seiner Solo-Karriere, die er Ende April mit der Single »Bouncy Castle« fulminant auf die Wege leitete. Der shuffelnde Rhythmus des Songs, den Brandão selbst unter dem Begriff »Afro Psych« verschubladet, strahlt eine Gelassenheit und einen Optimismus aus, der so rar ist wie ein aufrichtig gemeintes »Ich liebe dich« in der Popmusik. So wie sein gemeinsames Album mit Faber und Hunger etwas Besonderes darstellte, tun es auch die Solo-Stücke, mit denen Brandão bei Pop-Kultur auftreten wird.

Dino Brandão (Foto: Gaetan Nicolas)
Dino Brandão (Foto: Gaetan Nicolas)