Quadratische Collage aus vier schmalen Fotoausschnitten nebeneinander, die vier weibliche Personen gemischten Alters zeigen. Es sind von links nach rechts: Lilo Unger, Lisette Reuter, Noa Winter, Amy Zayed. Ganz links ist die Hälfte des Gesichtes einer älteren Frau in Nahaufnahme zu sehen. Lilo Unger schaut im Halbprofil von der Kamera abgewandt und das Kinn leicht gehoben nach oben links aus dem Bild heraus. Ihre Stirn wird von einem kurzen, grauen Pony umrahmt, sie lächelt leicht mit geschlossenen Lippen. Daneben ist eine Frau mittleren Alters in einem professionell ausgeleuchteten Portrait bis zur Brust sichtbar. Lisette Reuter trägt ein Jeanshemd. Sie lächelt breit in die Kamera. Ihre blonden, lockigen Haare trägt sie offen. Die junge Person in dem Bild daneben ist so fotografiert, dass die Person auf dem Kopf steht. Zudem ist durch den Bildausschnitt nur die Mitte des Gesichts jeweils bis zur Hälfte der blauen Augen sichtbar. Das Bild schließt unten mit der Stirn ab, die Haare sind nicht sichtbar. Noa Winter trägt ein schwarzes T-Shirt mit weißer Schrift. Amy Zayed ist in einem halbnahen Ausschnitt zu sehen. Die Frau mittleren Alters sitzt, trägt eine hellblau-weiß gemusterte Jeans, ein schwarz-weiß geringeltes Top und darüber eine schwarze Jacke. Auf ihrem Schoß liegt ein gelbes Papier, auf dem sie mit der rechten Hand die Brailleschrift liest. Mit der linken Hand hält sie ein Mikro unter ihr Gesicht. Die langen braunen Haare trägt sie aus dem Gesicht und hinten offen. Um die Schläfen sind sie grau. Sie hat die Augen geschlossen und lacht so, dass ihre Zähne zu sehen sind.
Lilo Unger, Lisette Reuter (Foto: Lucie Ella), Noa Winter, Amy Zayed
Freitag, 26.8.2022
17:30 – 18:30, Haus für Poesie
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»Bitte mehr DisCo!« (De)

Amy Zayed (Moderation), Lilo Unger, Lisette Reuter, Noa Winter

Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht: Immer mehr Kulturprojekte widmen sich den Themen Inklusion und Barrierefreiheit. Das ist gut so und notwendig. Aber bei genauerer Betrachtung werden Akteur*innen mit Behinderung in diese Prozesse meist nicht oder nicht ausreichend eingebunden. Vor dem Hintergrund, dass ca. 20 Prozent der Gesellschaft mit einer Behinderung lebt, werden dieser großen Personengruppe nicht dieselben Möglichkeiten geboten, in gleichgestellter Weise selbstbestimmt am öffentlichen Leben teilhaben und mitgestalten zu können.
Ganz besonders zeigt sich der Ausschluss im Kultursektor. Akteur*innen mit Behinderung sind auf und hinter der Bühne kaum sichtbar und insbesondere in Führungspositionen massiv unterrepräsentiert. Kulturbetriebe und Festivals sind oft für Besucher*innen mit Behinderung nicht einmal ausreichend zugänglich.
Die kreativen Potenziale der »Disability Arts«-Bewegung, Empowerment-Prozesse in der Disabled Community (DisCo) und laufende Diskurse über Intersektionalität in der Kulturarbeit bieten bereits den Nährboden für dringend notwendige Veränderungen. Worauf warten wir aber?
Das Panel »Bitte mehr DisCo!« (DisCo = Disabled Community) versammelt die Kurator*in Noa Winter (Making a Difference), Lilo Unger vom Berliner Club SO36 und Lisette Reuter von der Vernetzungsinitiative Un:Label, um dieser Fragestellung mit der blinden Musikjournalistin Amy Zayed nachzugehen.

Quadratische Collage aus vier schmalen Fotoausschnitten nebeneinander, die vier weibliche Personen gemischten Alters zeigen. Es sind von links nach rechts: Lilo Unger, Lisette Reuter, Noa Winter, Amy Zayed. Ganz links ist die Hälfte des Gesichtes einer älteren Frau in Nahaufnahme zu sehen. Lilo Unger schaut im Halbprofil von der Kamera abgewandt und das Kinn leicht gehoben nach oben links aus dem Bild heraus. Ihre Stirn wird von einem kurzen, grauen Pony umrahmt, sie lächelt leicht mit geschlossenen Lippen. Daneben ist eine Frau mittleren Alters in einem professionell ausgeleuchteten Portrait bis zur Brust sichtbar. Lisette Reuter trägt ein Jeanshemd. Sie lächelt breit in die Kamera. Ihre blonden, lockigen Haare trägt sie offen. Die junge Person in dem Bild daneben ist so fotografiert, dass die Person auf dem Kopf steht. Zudem ist durch den Bildausschnitt nur die Mitte des Gesichts jeweils bis zur Hälfte der blauen Augen sichtbar. Das Bild schließt unten mit der Stirn ab, die Haare sind nicht sichtbar. Noa Winter trägt ein schwarzes T-Shirt mit weißer Schrift. Amy Zayed ist in einem halbnahen Ausschnitt zu sehen. Die Frau mittleren Alters sitzt, trägt eine hellblau-weiß gemusterte Jeans, ein schwarz-weiß geringeltes Top und darüber eine schwarze Jacke. Auf ihrem Schoß liegt ein gelbes Papier, auf dem sie mit der rechten Hand die Brailleschrift liest. Mit der linken Hand hält sie ein Mikro unter ihr Gesicht. Die langen braunen Haare trägt sie aus dem Gesicht und hinten offen. Um die Schläfen sind sie grau. Sie hat die Augen geschlossen und lacht so, dass ihre Zähne zu sehen sind.
Lilo Unger, Lisette Reuter (Foto: Lucie Ella), Noa Winter, Amy Zayed