Cem Kaya, Shermin Langhoff, Gürsoy Doğtaş
Donnerstag, 25.8.2022
20:40 – 21:40, Kino in der Kulturbrauerei (Saal 8)
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»Aşk, Mark ve Ölüm – Liebe, D-Mark und Tod« – über die Musikgeschichte der Arbeitsmigrant*innen aus der Türkei (De)

Cem Kaya, Gürsoy Doğtaş (Moderation), Shermin Langhoff

»Aşk, Mark ve Ölüm – Liebe, D-Mark und Tod« erzählt die Geschichte der Arbeitsmigration aus der Türkei als eine vielfältige Musikgeschichte. Deren Episoden und Wendepunkten werden Cem Kaya (dem Regisseur des Films) und Shermin Langhoff (Intendantin des Maxim-Gorki-Theaters in Berlin) in diesem Talk nachspüren. Mögliche Stationen dieses Gesprächs sind die Gefühlspolitiken der Lieder einer kollektiven Melancholie, die sich in Begriffen wie hasret (Sehnsucht) oder hüzün (Traurigkeit) verdichten. Aber auch der kommerzielle Erfolg dieser Musik, ihr eigenständiges Vertriebssystem und der kometenhafte Aufstieg der Sänger*innen, wie beispielsweise Yüksel Özkasap (Köln’ün Bülbülü, die Nachtigall Kölns). Eine weitere Station wären die Protestsongs der Migrant*innen und deren Nachfahr*innen – sei es gegen die Unerträglichkeit der Arbeitsbedingungen, die Benachteiligung gegenüber den deutschen Kolleg*innen oder nach den rechtsextremen Attentaten gegen Menschen aus der Türkei und deren Kindern seit den Achtzigerjahren. Diese Musikgeschichte gehört zum (post)migrantisch situierten Wissen von Cem Kaya und Shermin Langhoff und zeichnet sie so als ideale Gesprächspartner*innen aus.

Gefördert durch die Initiative Musik gemeinnützige Projektgesellschaft mbH mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Rahmen von Pop-Kultur Inter:national / Postmigrant Perspectives.

Cem Kaya, Shermin Langhoff, Gürsoy Doğtaş