Ein Porträt von AGAT in warmem, seitlichem Licht. Sie trägt ein dunkles Hemd mit Knöpfen und blickt leicht zur Seite. Der Hintergrund ist schlicht und beige, das Licht betont Gesicht und Haare. Ein Foto von Grimsøn auf einer Holzbrücke im Freien. Im Vordergrund geht eine Person in grauem Anzug verschwommen durchs Bild, im Hintergrund steht eine große Figur mit Maske und langen, strohähnlichen Haaren. Rote Geländer und Bäume rahmen die Szene.
AGAT (Foto: Guy Dekel) Grimsøn (Foto: Linda Esperanza)
Samstag, 30.8.2025
19:00 – 19:40, Frannz Garten
Freier Eintritt!

AGAT & Grimsøn (Co-Creation Residency: Tel Aviv — Berlin)

Zwei Musiker*innen, eine gemeinsame Produktion: Im Rahmen der Co-Creation-Residenz Tel Aviv – Berlin arbeiten ein*e Berliner Musiker*in und ein*e Musiker*in aus Tel Aviv gemeinsam an einer Produktion. In diesem Fall entsteht die Zusammenarbeit während des Aufenthalts der Tel Aviver Musiker*in in Berlin. Die Ergebnisse dieser künstlerischen Kooperation werden erstmals live beim Pop-Kultur Festival präsentiert, dem Festival des Musicboard Berlin.
Die Co-Creation-Residenz ist eine Kooperation zwischen dem Musicboard Berlin und Jonathan Lipitz, Betreiber des Kuli Alma Clubs in Tel Aviv, und ermöglicht transkulturellen Austausch über rund 4.000 km und zwei Kontinente hinweg.

Der Sound der in Tel Aviv lebenden Musikerin und Produzentin AGAT oszilliert zwischen düsterem Hip-Hop, zersplitterter Electronica und postindustriellen Fragmenten – weniger als ästhetisches Statement denn als Versuch, eine Gegenwart klanglich greifbar zu machen, die sich jeder Ordnung entzieht. Ihre Musik ist zugleich intim und konfrontativ  – getragen von einem Gespür für poetische Verdichtung und der Fähigkeit, emotionale Unruhe in kontrolliertes Chaos zu übersetzen. AGAT seziert präzise die Lebensrealitäten der Gegenwart, reflektiert soziale Maskenspiele in digitalen Räumen und hinterfragt Konsum als Identitätsangebot. Ihre Songs wirken weniger wie klassische Tracks, sondern eher wie Essays in Beat-Form. Ihr Debütalbum »With The Incrowd« dokumentiert diesen Ansatz eindrucksvoll: eine akustische Intervention gegen falsche Zugehörigkeit. Die Tracks durchqueren düstere Synth-Landschaften, noisige Breaks, sie flüstern und explodieren. 

Grimsøn ist das düster-fantasievolle Musik- und Animationsprojekt des 22-jährigen schwedisch-amerikanischen Künstlers Aiden Berglund. Seinen Anfang nahm er in der Underground-Szene New Yorks mit melancholischem Indie-Folk, bevor er nach Berlin zog und dort unter dem Namen Grimsøn einen barock durchwirkten Gothic-Rock entwickelte – stilistisch irgendwo zwischen Tim-Burton-Ästhetik und Beatles-Melancholie, mit Anklängen an Heatmiser, Radiohead und black midi. Berglund inszeniert jedes Detail seines Projekts selbst – von der Musik über die Texte bis hin zu seinem unverwechselbaren visuellen Stil voller wolliger Kreaturen und geisterhaft-verträumter Landschaften. Seine auf TikTok gefeierten Videos, in denen schwarzer Humor auf radiotaugliche Abgründigkeit trifft, verzeichnen bereits über eine Million Streams und Views. Als Animator verwirklichte er unter anderem Videos für Weyes Blood, José González und Sharon Van Etten.
Aktuell arbeitet er an seinem Debütalbum und teasert Songs wie »I Made My Therapist Cry Today«. Mit Unterstützung hochkarätiger Musiker*innen aus der Berliner Szene erweitert er die animierte Welt von Grimsøn auch auf der Bühne.

Ein Porträt von AGAT in warmem, seitlichem Licht. Sie trägt ein dunkles Hemd mit Knöpfen und blickt leicht zur Seite. Der Hintergrund ist schlicht und beige, das Licht betont Gesicht und Haare. Ein Foto von Grimsøn auf einer Holzbrücke im Freien. Im Vordergrund geht eine Person in grauem Anzug verschwommen durchs Bild, im Hintergrund steht eine große Figur mit Maske und langen, strohähnlichen Haaren. Rote Geländer und Bäume rahmen die Szene.
AGAT (Foto: Guy Dekel) Grimsøn (Foto: Linda Esperanza)