About

»Pop-Kultur« ist ein von der Musicboard Berlin GmbH ausgerichtetes internationales Festival, das im Jahr 2020 mit seiner sechsten Edition, wie in den Vorjahren 2017 und 2018 und 2019 auf dem Gelände der Kulturbrauerei in Berlin stattfinden wird – die erste Ausgabe fand  im Jahr 2015 im Berghain ihr Zuhause, die zweite ein Jahr später im Stadtteil Neukölln.

»Pop-Kultur« steht auf drei Säulen: 1. »Live & Commissioned Works«. (Musik, Gespräche, Lesungen, Ausstellungen und Filme) 2. »Nachwuchs«. 3. »Netzwerk«.

  1. »Pop-Kultur Live & Commissioned Works«

Das Live-Programm des Festivals entfaltet sich in rund 100 Konzerten, DJ-Sets, Ausstellungen, Installationen, Talks und Filmen auf dem Gelände der Kulturbrauerei. »Pop-Kultur« legt Wert auf Internationalität und geschlechtliche Diversität.

»Pop-Kultur« gibt der Popkultur, insbesondere der Popmusik, einen diskursiven Raum, in dem diese reflektiert, kontextualisiert und gefeiert wird. Wir stehen für einen interdisziplinären Austausch, der auch wissenschaftliche Diskurse einschließt.

Künstler*innen werden ausdrücklich aufgefordert, sich nicht nur im Rahmen eines Konzertes, sondern eben auch im Rahmen eines öffentlichen Gesprächs oder eines Workshops mit jungen Talenten, s.u., in das Festival einzubringen.

Mit Mitteln der Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien (BKM) ermöglicht Pop-Kultur – in Erweiterung & Ergänzung des Live-Programms – mit den »Pop-Kultur Commissioned Works« lokalen und internationalen Künstler*innen, neue Werke zu erschaffen und zu präsentieren. Es geht dabei vor allem um die visionäre Erweiterung von Produktions-, Arbeits- und Aufführungspraktiken im Hinblick auf performative Ansätze. Das Festival ermöglicht eine intensive Vorbereitung und stellt im Geiste der Kollaboration lokale und internationale Partner*innen für ästhetische Strategien zur Seite.

Die »Pop-Kultur Commissioned Works« tragen der Tatsache Geltung, dass es in der Popmusik an diskursiven Räumen mangelt, über die sie in ihrer Aufführungspraxis schwer verfügt: Möglichkeiten zur Reflexion, wie sie im kulturindustriell geprägten Alltag kaum existieren, gibt es zu wenig. Shows, die mehr sind als einfacher Frontalunterricht, lassen sich aus finanziellen Gründen nur für die Superstars der Branche umsetzen.

15 musikalisch-literarische, musikalisch-wissenschaftliche, musikalisch-theatralischer Projekte werden so für die Bühne entwickelt, die explizit nicht ›Musiktheater‹ oder ›szenische Neue Musik‹ sind, sondern eben aus der Popmusik kommen.

  1. »Pop-Kultur Nachwuchs«

In seinem Nachwuchsprogramm bringt »Pop-Kultur« in rund 40 Workshops & Netzwerkformaten 250 junge Talente aus der ganzen Welt mit Künstler*innen des Live-Programms sowie Macher*innen aus Wirtschaft, Politik und der Musikbranche zusammen. Auch hier herrscht der Geist der Kollaboration und des hierarchiefreien Austauschs von Gedanken und Meinungen. Ziel ist es, die Professionalisierung von Nachwuchsakteur*innen der Branche in den Bereichen Musikpraxis, Musikgeschäft, Club- und Festivalkultur sowie im interdisziplinären Arbeiten zu befördern. Langfristig entsteht daraus ein internationales Netzwerk an Kreativen, die Popkultur weiterdenken.

In Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut ermöglicht das Pop-Kultur-Festival 10 musikalischen Nachwuchstalenten aus dem globalen Süden, an Pop-Kultur Live und Pop-Kultur Nachwuchs teilzunehmen. Im Zuge eines 10-tägigen Goethe Talents Scholarship können die Stipendiat*innen mit einem ausgewähltem Programm die Musikstadt Berlin erleben, gemeinsam Musik machen, sich mit lokalen Musiker*innen und Produzent*innen vernetzen und in Form von Tagespraktika Unternehmen und Einrichtungen des Berliner Musik- und Kulturlebens kennenlernen.

  1. »Pop-Kultur Netzwerk«

Der Netzwerktreff versteht sich als neuer variabler Raum, in dem sich die professionelle Musik- und Kulturszene der Hauptstadt mit anderen nationalen und internationalen Künstler*innen und Köpfen der Musik- und Kreativwirtschaft, dem Pop-Kultur Nachwuchs und weiteren Entscheidungsträger*innen aus Politik und Wirtschaft austauschen kann. Internationale Akteur*innen der Musik-und Kreativbranche erhalten einen Einblick in internationale Entwicklungen der Popmusik und auf Berlin bzw. Deutschland als Produktionsstandort für Popkultur. Der Netzwerktreff findet im Jahr 2019 wie in den Vorjahren festivalbegleitend auf den Sodaterrassen im Hof der Kulturbrauerei statt.
 

Pop-Kultur 2019

15+ Commissioned Works von
21 Downbeat & Jens Friebe, ANDRRA, Ilgen-Nur, International Music & The Dorf, Janto Djassi Roessner, Jauche, KlitClique, Lisa Morgenstern & Bulgarian Voices Berlin, Magic Island, Masha Qrella, Moshtari Hilal (Exhibition), Nikko Weidemann, Nuray Demir (Installation), »Pop-Hayat« – Yeşim Duman, Rosaceae.

60+ Konzerte und DJ-Sets von
Adelle Nqeto, »African Beats & Pieces«, Ah! Kosmos, Alex Kelman, alyona alyona, Anna Aaron, Anna Calvi, ÄTNA, AWA Khiwe, Blu Samu, BNNT, ByLwansta & Robot Koch, Camilla Sparksss, CocoRosie, Dacid Go8lin, Decibelles, Deerhoof, Die Goldenen Zitronen, Die Heiterkeit, Die Kerzen, Gillian Gilbert, Haszcara, Iotaphi, Jenny Wilson, Jessica Einaudi, Juicy, Jungstötter, Karies, Lali Puna, Léonie Pernet, Little Annie & Paul Wallfisch, Maarja Nuut & Ruum, Malonda, Mauvais Œil, Michelle Blades, Молчат Дома, Mona Mur, Mykki Blanco, Nerima Groove, Nic Sleazy, Núria Graham, Odd Beholder, Okzharp & Manthe Ribane, One Mother, Oum Shatt, Perel, Planningtorock, »Pop-Kultur Nachwuchs«, Prada Meinhoff, Repetitor, Rosemary Loves A Blackberry, Shabazz Palaces, Shari Vari, Shuma, Someone Who Isn’t Me, Station 17, SYTË, Teresa Rotschopf, UMA, Voodoo Beach, Xen, and a few more.

20+ Talks und Filme von und mit
ANDRRA, Bad & Boujee, Ben Salomo, Berlin Club Memes, Boris Paillard, Christian Fleck & Sebastian Stuber (Station 17), Dacid Go8lin, DJ Ipek, Ebow, Elske Rosenfeld, Emotional Labor Queen, Dirk von Lowtzow, »Everybody in the place« – Jeremy Deller, Hengameh Yaghoobifarah, Isabelle Edi, Jakob Nolte, Jens Balzer, Juno Meinecke, Kristof Hahn, Leif Randt, Leyla Yenirce, Lisa Morgenstern, Little Annie, Louise Brailey, Marco Porsia, Mariana Berezovska, Max Le Daron, Max Rieger & Max Gruber, Nick Soulsby, Pamela Owusu-Brenyah, Planningtorock, Stephen Morris, »Where Does a Body End?« – Marco Porsia.