17/08/2020

10 Fragen mit… JOJO ABOT

Mit unserer Interview-Serie »10 Fragen mit…« möchten wir euch eine Reihe von Acts aus dem diesjährigen Programm von Pop-Kultur vorstellen, die unbedingt einen Platz in euren Playlists und Herzen verdient haben. Nach SADO OPERA, MADANII & LLUCID, Mueran Humanos, Eat Lipstick, Super Besse, 24/7 Diva Heaven, Theodora und Eden Derso ist JOJO ABOT die letzte Künstlerin in der Serie.

  1. Du hast Fela Kuti und Ebo Taylor als zwei wichtige Einflüsse genannt. Gibt es bestimmte Platten von ihnen, die einen besonderen Eindruck auf dich und deine künstlerischen Ambitionen gemacht haben?

Was diese beiden Könige anbelangt, hat das denke ich eher damit zu tun, wie ihre Gaben von ihrem Genie durchwebt waren. Die komplexen Kompositionen, die kühnen Ansagen, die Vision und das Gebet für Schwarze Menschen überall auf der Welt, das hat sie für mich als Legenden hervorstechen lassen. Sie sind zeitlose Visionäre mit viel Leidenschaft für die Menschen und einer großen Portion Respekt für unser Erbe und unsere Kultur. Das ist etwas, das auf dieser Ebene selten ist und als Motivation und Kompass darin dient, das Potenzial und den Verlauf meiner Arbeit zu erkunden.

  1. Im Juni hast du eine Collage mit Aufnahmen von Nina Simone über deinen YouTube-Kanal veröffentlicht. Was ist deine Beziehung zu ihrem Schaffen?

Nina Simone begriff die Rolle, die Politik in der Kunst spielt, und tatsächlich würde ich sogar soweit gehen, dass sie Kunst als in und an sich politisch betrachtete. Sie verstand die Kraft ihrer Stimme und Präsenz. Sie verstand die Notwendigkeit einer globalen Schwarzen Existenz, Gemeinschaft und Verbindung. Sie reiste umher, um das anzutreiben und in ihren Anstrengungen, sich selbst zu finden, ihr kulturelles Erbe und ihr Heimatgefühl, verband sie Afrika mit den Amerikas und hat auf eine Art ihren sehr großen Anteil zu unserer geteilten Erfahrung im Ringen um weltweite Befreiung geleistet. Sie war eine Gläubige, ein Leuchtfeuer, eine Frau jenseits ihrer Zeit.

  1. Du schreibst deine Lyrics sowohl in Ewe als auch auf Englisch. Unterscheiden sich dein schriftstellerischer Ansatz oder das poetische Ergebnis je nachdem, auf welche Sprache du zurückgreifst?

Wie jemand im Bewusstsein und im Geist kommuniziert, geht über Sprache hinaus. Sprache, wie wir sie verstehen, schränkt uns in unserem Ausdruck ein. Sie verwässert oder lenkt gar von der Wirkmacht unserer Absicht ab. Es braucht daher viel Können und Aufmerksamkeit, um Sprache unvoreingenommen zu verwenden. In Ewe und Englisch zu schreiben entspricht meiner inneren, endlosen Sprache und im selben Zug ist das Schreiben meiner Instrumentals, Harmonien und Melodien auf ihre jeweils unterschiedlichen Arten Teil dieser Sprache. Letztlich konzentriere ich mich auf die übergreifenden Botschaften und Heilmittel.

  1. Dein Debüt »Fyfya Woto« erzählte im Verlauf von nur vier Tracks eine ganze Geschichte. Wie wirkte sich das literarische Konzept auf die Musik aus? 

Das klingt nach einem Henne-Ei-Problem. Was kommt zuerst, fragst du, oder wie ermöglicht das eine das andere? Es gibt keinen linearen Ablauf in meiner Arbeit. Alles arbeitet gleichsam miteinander, befüttert einander in einer heiligen und spontanen und doch intentionalen Form von Alchemie. Die Geschichte eine jungen Ewe-Frau zu erzählen, die während der Zeit der Sklaverei in einer kompromittierenden Situation mit ihrem kaukasischen Liebhaber erwischt wird, ist nahezu unmöglich in nur vier Songs zu erzählen. Das literarische Konzept ist die Musik, die Musik ist das literarische Konzept. Der Samen bleibt ein Samen, obgleich er Früchte treibt. Alles bleibt auf ewig miteinander verflochten.

  1. Für deine eigene Musik verwendest du den Begriff »Afro-hypno-sonic«. Was bedeutet das genau?

Afro: auf afrikanischem Boden geboren, heilig. Hypno: hypnotisch. Sonic: eine einzigartige klangliche Frequenz. Nicht auf irgendein Genre festgelegt. Ein Klangraum ohne Begrenzung, angetrieben vom ewigen Hören und Selbstausdruck als Form von Hingabe, Er-Innerung und radikaler Heilung.

  1. In musikalischer Hinsicht bezieht sich deine Single »ALIME« mit Elo und Vuyo auf den Gqom-Sound aus Durban. Wie hast du zuerst von dieser Musik gehört und was zog dich daran an?

Ich habe für ein Jahr lang hin und wieder in Südafrika gelebt. Gqom hat mein Leben verändert und brachte mich dazu, House, Dance und Techno als von Schwarzen erschaffene Musik zurückzufordern – Sounds, die uns gehören. Schnell wurde mir bewusst, dass Gqom für mich die Sprache der uralten Geister ist. Der Treffpunkt von Geist und Technologie im Klang. Gqom bringt Trance und Heilung. Gqom ist das Spiegelbild machtvoller afrikanischer Heilmittel. Das hat mich daran angezogen. Mein uralter Geist würdigte die Frequenzen zutiefst. »Alime« behauptet nicht von sich, ein passgenauer Ausdruck dieses Sounds zu sein, aber stattdessen einen Treffpunkt der Welten darzustellen. Ein Loblied auf die Evolution des afrikanischen Sounds.

  1. Welche Botschaft versucht du mit deinem Schaffen zum Ausdruck zu bringen, sei es in der Musik oder in den visuellen Künsten?

Visuelle Kunst, Fotografie, Film, Musik und so weiter – das sind westliche Ideologien und Waren, die von westlicher Sprache eingeschränkt werden. Zuallererst bin ich Schöpferin. Eine Erweiterung des Göttlichen. Mich mit der Reinheit von Ansinnen und Demut zu äußern, ist meine Berufung. Mein Zweck. Meine Welle. Meine Gaben sind in dieser Welt, um Licht ins Dunkel zu bringen, um Heilung und Verantwortlichkeit zu geben. Meine Menschen zu ermächtigen und das reiche Erbe davon zu preisen, wer wir sind. Meine Arbeit bietet einen sicheren Ort an, um darin zum höheren Ich zurückzukehren. Von unseren Vorfahr*innen und der eigenen wahren und leitenden Kraft zu hören.

  1. Viel von deinem Schaffen ist interdisziplinär ausgelegt, das immersive Werk »Power to the God Within«, welches im Sommer 2018 Premiere feierte, eingeschlossen. Woraus bezieht ein Stück wie dieses seine Inspiration und wohin hoffst du, es zu führen?

»Power to the God Within« wurde aus dem Wunsch heraus geboren, der Schwarzen weiblichen Verkörperung des Göttlichen beizuwohnen. Es bot die Gelegenheit, mich selbst und Frauen wie mich zu re-präsentieren. Eine Chance, die Erhabenheit und Magie von uns zu durchschreiten. Als Stück beinhaltet es eine Multimedia-Ausstellung, immersive Theater-Performances, Gespräche, Workshops und Partys/Performances nach Art eines Festivals. Dieses Projekt erlaubt mir, alle meine Ausdrucksformen in Film, Fotografie, Mode, Sound, Installations- und bildender Kunst, Tanz/Bewegung und allgemein Design zusammenzuführen. Es erlaubt mir nicht allein, andere in eine Welt voller Ehrfurcht und Vorstellungskraft einzuführen, sondern lädt auch die Teilnehmer*innen dazu ein, sich selbst loszulassen mit dem Ziel, wieder zu sich als einem ganzheitlicheren, präsenteren, sanften und geliebten Selbst zurückzukommen. Ein sicherer Ort der Reflektion und Festlichkeit, welcher das volle Spektrum der menschlichen und geistigen Potenzialitäten zu leuchten erlaubt, ohne Rechtfertigungsdrang oder Scham.

  1. »Dokuidzidudu«, dein Projekt für Pop-Kultur, zielt darauf ab, Angst und Gemeinschaftlichkeit in Uganda zu erforschen. Wieso diese Themen?

Ich würde nicht sagen, dass diese Themen speziell im Kontext von Uganda untersucht werden, sondern vielmehr, dass ich in der Lage war, Angst vor dem Hintergrund Ugandas zu erforschen, einem Ort, an dem ich mich im Chaos ausgeglichen fühlte. Angst und ein Gefühl des überwältigenden Unbehagens, das wir kontinuierlich wahrnehmen in dieser Welt, in der wir keinen Raum für Katharsis finden. Das Stück versucht, diese von uns allen verinnerlichten Wahrheit anzuerkennen. Diese Verschiebung, die wir alle spüren. Es zielt darauf auf, Raum zu schaffen für Momente der absoluten Sorge und des Verlusts, die uns gelegentlich lähmen und überwältigen. Es zielt darauf auf, dem Prozess der Rückkehr zum eigenen Ich, ob alleine oder in einer Gruppe, mit Anmut und Güte zu begegnen. Das Stück erinnert uns daran, dass wir weiterhin geduldig, gütig und liebevoll zu uns selbst sein sollten, dass wir darin vertrauen, dass wir alle Menschen sind und gemeinsam hier sind.

  1. Was wünschst du dir für die Zukunft dieser Welt?

Ich fange mit dem Offensichtlichen an, Frieden. Darüber hinaus brauchen wir Empathie, Verantwortlichkeit, Ehrlichkeit, Güte, Geduld, Dienstlichkeit, Demut, Durchhaltvermögen, Einheit, Mitgefühl, Würde, Vergebung, Respekt, Liebe und spirituellen Reichtum. Ich wünschte, wir würden alle zu unseren Überzeugungen stehen und unseren Worten Taten folgen lassen.

BLACK LIVES MATTER

POWER TO THE PEOPLE

POWER TO THE GOD WITHIN

JOJO ABOT

JOJO ABOT

Mit unserer Interview-Serie »10 Fragen mit…« möchten wir euch eine Reihe von Acts aus dem diesjährigen Programm von Pop-Kultur vorstellen, die unbedingt einen Platz in euren Playlists und Herzen verdient haben. Nach SADO OPERA, MADANII & LLUCID, Mueran Humanos, Eat Lipstick, Super Besse, 24/7 Diva Heaven, Theodora und Eden Derso ist JOJO ABOT die letzte Künstlerin in der Serie.

  1. Du hast Fela Kuti und Ebo Taylor als zwei wichtige Einflüsse genannt. Gibt es bestimmte Platten von ihnen, die einen besonderen Eindruck auf dich und deine künstlerischen Ambitionen gemacht haben?

Was diese beiden Könige anbelangt, hat das denke ich eher damit zu tun, wie ihre Gaben von ihrem Genie durchwebt waren. Die komplexen Kompositionen, die kühnen Ansagen, die Vision und das Gebet für Schwarze Menschen überall auf der Welt, das hat sie für mich als Legenden hervorstechen lassen. Sie sind zeitlose Visionäre mit viel Leidenschaft für die Menschen und einer großen Portion Respekt für unser Erbe und unsere Kultur. Das ist etwas, das auf dieser Ebene selten ist und als Motivation und Kompass darin dient, das Potenzial und den Verlauf meiner Arbeit zu erkunden.

  1. Im Juni hast du eine Collage mit Aufnahmen von Nina Simone über deinen YouTube-Kanal veröffentlicht. Was ist deine Beziehung zu ihrem Schaffen?

Nina Simone begriff die Rolle, die Politik in der Kunst spielt, und tatsächlich würde ich sogar soweit gehen, dass sie Kunst als in und an sich politisch betrachtete. Sie verstand die Kraft ihrer Stimme und Präsenz. Sie verstand die Notwendigkeit einer globalen Schwarzen Existenz, Gemeinschaft und Verbindung. Sie reiste umher, um das anzutreiben und in ihren Anstrengungen, sich selbst zu finden, ihr kulturelles Erbe und ihr Heimatgefühl, verband sie Afrika mit den Amerikas und hat auf eine Art ihren sehr großen Anteil zu unserer geteilten Erfahrung im Ringen um weltweite Befreiung geleistet. Sie war eine Gläubige, ein Leuchtfeuer, eine Frau jenseits ihrer Zeit.

  1. Du schreibst deine Lyrics sowohl in Ewe als auch auf Englisch. Unterscheiden sich dein schriftstellerischer Ansatz oder das poetische Ergebnis je nachdem, auf welche Sprache du zurückgreifst?

Wie jemand im Bewusstsein und im Geist kommuniziert, geht über Sprache hinaus. Sprache, wie wir sie verstehen, schränkt uns in unserem Ausdruck ein. Sie verwässert oder lenkt gar von der Wirkmacht unserer Absicht ab. Es braucht daher viel Können und Aufmerksamkeit, um Sprache unvoreingenommen zu verwenden. In Ewe und Englisch zu schreiben entspricht meiner inneren, endlosen Sprache und im selben Zug ist das Schreiben meiner Instrumentals, Harmonien und Melodien auf ihre jeweils unterschiedlichen Arten Teil dieser Sprache. Letztlich konzentriere ich mich auf die übergreifenden Botschaften und Heilmittel.

  1. Dein Debüt »Fyfya Woto« erzählte im Verlauf von nur vier Tracks eine ganze Geschichte. Wie wirkte sich das literarische Konzept auf die Musik aus? 

Das klingt nach einem Henne-Ei-Problem. Was kommt zuerst, fragst du, oder wie ermöglicht das eine das andere? Es gibt keinen linearen Ablauf in meiner Arbeit. Alles arbeitet gleichsam miteinander, befüttert einander in einer heiligen und spontanen und doch intentionalen Form von Alchemie. Die Geschichte eine jungen Ewe-Frau zu erzählen, die während der Zeit der Sklaverei in einer kompromittierenden Situation mit ihrem kaukasischen Liebhaber erwischt wird, ist nahezu unmöglich in nur vier Songs zu erzählen. Das literarische Konzept ist die Musik, die Musik ist das literarische Konzept. Der Samen bleibt ein Samen, obgleich er Früchte treibt. Alles bleibt auf ewig miteinander verflochten.

  1. Für deine eigene Musik verwendest du den Begriff »Afro-hypno-sonic«. Was bedeutet das genau?

Afro: auf afrikanischem Boden geboren, heilig. Hypno: hypnotisch. Sonic: eine einzigartige klangliche Frequenz. Nicht auf irgendein Genre festgelegt. Ein Klangraum ohne Begrenzung, angetrieben vom ewigen Hören und Selbstausdruck als Form von Hingabe, Er-Innerung und radikaler Heilung.

  1. In musikalischer Hinsicht bezieht sich deine Single »ALIME« mit Elo und Vuyo auf den Gqom-Sound aus Durban. Wie hast du zuerst von dieser Musik gehört und was zog dich daran an?

Ich habe für ein Jahr lang hin und wieder in Südafrika gelebt. Gqom hat mein Leben verändert und brachte mich dazu, House, Dance und Techno als von Schwarzen erschaffene Musik zurückzufordern – Sounds, die uns gehören. Schnell wurde mir bewusst, dass Gqom für mich die Sprache der uralten Geister ist. Der Treffpunkt von Geist und Technologie im Klang. Gqom bringt Trance und Heilung. Gqom ist das Spiegelbild machtvoller afrikanischer Heilmittel. Das hat mich daran angezogen. Mein uralter Geist würdigte die Frequenzen zutiefst. »Alime« behauptet nicht von sich, ein passgenauer Ausdruck dieses Sounds zu sein, aber stattdessen einen Treffpunkt der Welten darzustellen. Ein Loblied auf die Evolution des afrikanischen Sounds.

  1. Welche Botschaft versucht du mit deinem Schaffen zum Ausdruck zu bringen, sei es in der Musik oder in den visuellen Künsten?

Visuelle Kunst, Fotografie, Film, Musik und so weiter – das sind westliche Ideologien und Waren, die von westlicher Sprache eingeschränkt werden. Zuallererst bin ich Schöpferin. Eine Erweiterung des Göttlichen. Mich mit der Reinheit von Ansinnen und Demut zu äußern, ist meine Berufung. Mein Zweck. Meine Welle. Meine Gaben sind in dieser Welt, um Licht ins Dunkel zu bringen, um Heilung und Verantwortlichkeit zu geben. Meine Menschen zu ermächtigen und das reiche Erbe davon zu preisen, wer wir sind. Meine Arbeit bietet einen sicheren Ort an, um darin zum höheren Ich zurückzukehren. Von unseren Vorfahr*innen und der eigenen wahren und leitenden Kraft zu hören.

  1. Viel von deinem Schaffen ist interdisziplinär ausgelegt, das immersive Werk »Power to the God Within«, welches im Sommer 2018 Premiere feierte, eingeschlossen. Woraus bezieht ein Stück wie dieses seine Inspiration und wohin hoffst du, es zu führen?

»Power to the God Within« wurde aus dem Wunsch heraus geboren, der Schwarzen weiblichen Verkörperung des Göttlichen beizuwohnen. Es bot die Gelegenheit, mich selbst und Frauen wie mich zu re-präsentieren. Eine Chance, die Erhabenheit und Magie von uns zu durchschreiten. Als Stück beinhaltet es eine Multimedia-Ausstellung, immersive Theater-Performances, Gespräche, Workshops und Partys/Performances nach Art eines Festivals. Dieses Projekt erlaubt mir, alle meine Ausdrucksformen in Film, Fotografie, Mode, Sound, Installations- und bildender Kunst, Tanz/Bewegung und allgemein Design zusammenzuführen. Es erlaubt mir nicht allein, andere in eine Welt voller Ehrfurcht und Vorstellungskraft einzuführen, sondern lädt auch die Teilnehmer*innen dazu ein, sich selbst loszulassen mit dem Ziel, wieder zu sich als einem ganzheitlicheren, präsenteren, sanften und geliebten Selbst zurückzukommen. Ein sicherer Ort der Reflektion und Festlichkeit, welcher das volle Spektrum der menschlichen und geistigen Potenzialitäten zu leuchten erlaubt, ohne Rechtfertigungsdrang oder Scham.

  1. »Dokuidzidudu«, dein Projekt für Pop-Kultur, zielt darauf ab, Angst und Gemeinschaftlichkeit in Uganda zu erforschen. Wieso diese Themen?

Ich würde nicht sagen, dass diese Themen speziell im Kontext von Uganda untersucht werden, sondern vielmehr, dass ich in der Lage war, Angst vor dem Hintergrund Ugandas zu erforschen, einem Ort, an dem ich mich im Chaos ausgeglichen fühlte. Angst und ein Gefühl des überwältigenden Unbehagens, das wir kontinuierlich wahrnehmen in dieser Welt, in der wir keinen Raum für Katharsis finden. Das Stück versucht, diese von uns allen verinnerlichten Wahrheit anzuerkennen. Diese Verschiebung, die wir alle spüren. Es zielt darauf auf, Raum zu schaffen für Momente der absoluten Sorge und des Verlusts, die uns gelegentlich lähmen und überwältigen. Es zielt darauf auf, dem Prozess der Rückkehr zum eigenen Ich, ob alleine oder in einer Gruppe, mit Anmut und Güte zu begegnen. Das Stück erinnert uns daran, dass wir weiterhin geduldig, gütig und liebevoll zu uns selbst sein sollten, dass wir darin vertrauen, dass wir alle Menschen sind und gemeinsam hier sind.

  1. Was wünschst du dir für die Zukunft dieser Welt?

Ich fange mit dem Offensichtlichen an, Frieden. Darüber hinaus brauchen wir Empathie, Verantwortlichkeit, Ehrlichkeit, Güte, Geduld, Dienstlichkeit, Demut, Durchhaltvermögen, Einheit, Mitgefühl, Würde, Vergebung, Respekt, Liebe und spirituellen Reichtum. Ich wünschte, wir würden alle zu unseren Überzeugungen stehen und unseren Worten Taten folgen lassen.

BLACK LIVES MATTER

POWER TO THE PEOPLE

POWER TO THE GOD WITHIN