»Pop-Hayat: Çayquiri zum Selbermachen – ein Talk über queere Clubkultur« – H. Yaghoobifarah, N. Sanai und Y. Duman

17.08.2018 / 20:35 – 21:00 / / ,
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Photo: Neda (by L. Wassmann), H. Yaghoobifarah (G. Nebieridze), Y. Duman (by I. Aamri)

Die Geschichte der Clubkultur ist spätestens seit dem ersten Steinwurf von Stonewall eine politische. Clubs boten historisch gesehen (Frei-)Räume für Queerness, für people of colour und sozial benachteiligte Menschen. Was aber ist davon übrig geblieben? »Pop-Hayat«-Kuratorin Yeşim Duman, selbst DJ und Veranstalterin, diskutiert mit Journalist*in und DJ Hengameh Yaghoobifarah sowie der Künstlerin, Produzentin, Veranstalterin und DJ Neda Sanai alias Nedalot über aktuelle Clubpolitiken in Hinsicht auf class, race und gender ebenso wie über das Interesse eines cisheterosexuellen Mainstreams für queere Partykultur und wie sich auf  dem Dancefloor zwischen Sichtbarkeit und Sicherheit vermitteln lässt. Kann Clubkultur der Kleister sein, der queere Communities zusammen hält - und wie underground muss sie dafür sein? Der letzte Stein ist in der Angelegenheit definitiv noch nicht geschmissen.

»Pop-Hayat«

»Hayat« heißt Leben. In dem von Yeşim Duman kuratierten Programm schafft die Golden Pudel-Resident, ByteFM-Moderatorin, female:pressure-Aktivistin und Veranstalterin der Eventreihen bubble und Erdogay eine »bubble«, in der die Lebendigkeit ihren Zauber ebenso wie ihre Fragen entfalten kann. Duman, die bereits im Vorjahr einige Programmpunkte bei Pop-Kultur mitgestaltete, verdichtet darin ihre Aktivitäten in der queeren Clubszene und im postmigrantischen Diskurs und holt Kulturschaffende aus verschiedenen Positionen der Kategorien Gender und Race auf und hinter die Bühnen des Pop-Kultur Festivals. Der Film »Shakedown« - exklusiv von und für die lesbische Black-Community in L.A. - gehört genauso dazu wie Gespräche mit der Regisseurin Leilah Weinraub, der Autorin Fatma Aydemir und der Rapperin Lady Bitch Ray oder MISSY-Journalist*in Hengameh Yaghoobifarah sowie der Künstlerin Ebru Düzgün alias Ebow sowie Nachwuchs-Workshops mit Lady Bitch Ray und Caren Miesenberger zum Thema Geschlechtergerechtigkeit. Hayat, das Leben, soll in all seinen Facetten genossen werden. Und wo ginge das besser als in der Installation »T-Unlimited - die Pop-Hayat-Çaystube« der Berliner Künstlerin Nuray Demir?